Reaktionen

Die Politik nach dem Anschlag: Kampf um die Deutung

Norbert Wallet und Christopher Ziedler

Von Norbert Wallet & Christopher Ziedler

Mi, 21. Dezember 2016 um 09:41 Uhr

Deutschland

Das politische Berlin ist ebenso entsetzt über den Terroranschlag an der Gedächtniskirche der Hauptstadt wie das gesamte Land. Allerdings zeichnet sich schon jetzt ab, dass die Bluttat die Debatte über die Flüchtlingspolitik verschärfen wird.

Es ist 12.37 Uhr am Dienstag, als die letzten Zweifel ausgeräumt sind. Zu diesem Zeitpunkt bestätigt Thomas de Maizière, dass es sich bei der Lastwagen-Todesfahrt vom Vorabend um einen Anschlag gehandelt hat. "Bewusst", so der Bundesinnenminister, sei der Sattelschlepper in die Menschenmenge auf dem Berliner Breitscheidplatz gesteuert worden. An erster Stelle ist damit für die Opfer und ihre Angehörigen ein Albtraum wahr geworden – die Tat erschüttert jedoch auch die deutsche Politik. Die Innenminister von Bund und Ländern besprechen in einer Schaltkonferenz das weitere Vorgehen, das Sicherheitskabinett tagt.
"Entsetzt, erschüttert und tief traurig", äußert sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in ständigem Kontakt mit de Maizière und dem Sicherheitsapparat steht, über die "grausame und unbegreifliche Tat". Sie kondoliert den betroffenen Familien, dankt den Rettungskräften. Und sie appelliert an die Bürger für die freie, offene Gesellschaft zu kämpfen und sich dem Terror nicht zu beugen: "Wir wollen nicht damit leben, dass uns die Angst vor dem Bösen lähmt."
Die Lage am Dienstag: Polizei fahndet mit ...

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