Die rustikale Alternative

Holger Holzer/SP-X

Von Holger Holzer & SP-X

Sa, 11. September 2021

Auto & Mobilität

NEUVORSTELLUNG: Toyota Yaris Cross.

Toyota rundet sein SUV-Angebot nach unten hin mit dem Yaris Cross ab: Der Neue ist trotz der Namensanleihe mehr als ein höher gelegter Kleinwagen.

Der Name ist fast ein wenig irreführend: Der Toyota Yaris Cross basiert zwar technisch auf dem Kleinwagen Yaris, wirkt aber mit Crossover-Proportionen und -Layout wie in komplett anderes Auto. Auch beim Antrieb geht er eigene Wege und kombiniert die Hybridtechnik auf Wunsch mit Allradantrieb. Die Länge legt gegenüber dem normalen Yaris bei gleichem Radstand um 24 Zentimeter auf 4,18 Meter zu, auch in der Breite und vor allem in den Höhe gibt es einen gewissen Zuwachs. Resultat ist ein sehr ordentliches Platzangebot im Inneren. Hinter der Heckklappe mit ihrem durchgehenden Leuchtenband findet sich ein knapp 400 Liter großer Kofferraum, der auf rund 1100 Liter erweitert werden kann.

Das Cockpit hingegen wurde weitgehend vom Standard-Yaris übernommen, wobei der digitale Bildschirm im Instrumentenbrett etwas größer ausfällt. Flankiert wird er von dem bekannten Touchscreen über der Mittelkonsole. Ist er aktiv, hilft er unter anderem beim Einparken: Toyota hat einen neuen Assistenten entwickelt, der Gas, Bremse und Lenkung komplett alleine bedient, der Fahrer muss fast nur noch den Automatikwählhebel bedienen. Das funktioniert auch in engen Lücken gut.

Auch wenn der Yaris Cross äußerlich rustikal auftritt, ist er vor allem auf den Straßen zu Hause. Neben seiner Handlichkeit spielt ihm dabei vor allem sein serienmäßiger Hybridantrieb in Verbindung mit dem stufenlosen Getriebe in die Karten. Der E-Motor sorgt im Stadtverkehr für flotten Antritt und ruhigen Lauf – erstaunlich häufig ist der Yaris Cross im reinen Elektroantrieb unterwegs. Und selbst wenn der 1,5-Liter-Atkinson-Benziner sich zuschaltet, bleibt er akustisch zurückhaltend. Zumindest im leistungstechnisch wenig anspruchsvollen Stadtverkehr. Ist mehr Beschleunigungskraft nötig, etwa auf der Landstraße oder Autobahn, tritt der gewohnte Gummiband-Sound zwar wieder auf, fällt aber deutlich dezenter aus als bei den Hybridantrieben der ersten Generationen.

In Sachen Effizienz kann die Technik ebenfalls überzeugen. Auf der Testfahrt durch die urbanen Ausläufer Brüssels blieb der Verbrauch in der Version mit Frontantrieb stabil und klar unter fünf Litern. Die Fahrleistungen des 85 kW/116 PS starken Gesamtsystems sind dabei durchaus ausreichend, auch für das Mitschwimmen im Schnellstraßenverkehr. 170 km/h sind möglich, bis Tempo 130 sogar ohne Verbrenner-Unterstützung.

Sieben Linien bietet die Preisliste an, die sich durch den Ausstattungsumfang unterscheiden. Darüber hinaus gibt es noch an breites Angebot an weiteren Optionen. Die Preise starten bei 22 690 Euro.