Die Schweiz schwitzt

Das Gespräch führte

Von Das Gespräch führte

So, 16. Juni 2019

Südwest

Der Sonntag Klimaforscher Gian-Kasper Plattner über Folgen des Klimawandels am Oberrhein.

Der Oberrheinrat will dem Klimaschutz künftig Priorität einräumen. Dabei stützt er sich auch auf eine Expertise des Klimaforschers Gian-Kasper Plattner vom Eidgenössisches Institut für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Bern. Plattner berichtete dem Oberrheinrat kürzlich über die Auswirkungen des Klimawandels in der Region.

Der Sonntag: Herr Plattner, im Oberrheinrat haben Sie darüber gesprochen, was passiert, wenn Klimaschutz nicht konsequent umgesetzt wird. Wie sähe denn das Worst-Case-Szenario aus?

Lassen Sie mich mit einem Beispiel beginnen: Noch vor 100 Jahren lag die Null-Grad-Grenze im Winter in der Schweiz im Mittel auf der Höhe von Zürich, auf rund 400 Metern über dem Meer, heute liegt sie bei Einsiedeln, das sind 400 Höhenmeter Unterschied. Ohne Klimaschutz befindet sie sich im Jahr 2080 etwa auf der Höhe von Davos, das auf knapp 1 600 Höhenmetern liegt. Dass man dann wohl kaum mehr Ski fahren kann, dürfte unser geringstes Problem sein. Wenn der Niederschlag im Winter nicht mehr als Schnee fällt, verändert sich das Abflussregime. Es kann dann zu heftigeren Frühjahrshochwässern kommen, im Sommer hingegen wird nicht mehr genügend Wasser abfließen, und das Wasser fehlt dann flussabwärts, wie im Rhein. Das wird sowohl die Energiewirtschaft als auch die Transportindustrie stark beeinträchtigen. Schon im letzten Sommer kam die Rheinschifffahrt teilweise zum Erliegen. Zudem: In gewissen Gebieten der Schweiz stiegen im letzten Sommer die ...

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