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BZ-Rätselwelt

Die täglichen Sudokus der BZ richten sich an Anfänger und Profis

  • Sa, 23. Dezember 2023, 13:30 Uhr
    Computer & Medien

     

Leicht, mittel oder schwer? Die BZ bietet ihren Lesern täglich drei Sudokus an, hinzu kommen einmal wöchentlich besonders knifflige Varianten in der BZ-Rätselwelt. Woher kommt das beliebte Logikrätsel?

Das Sudoku der Badischen Zeitung gibt es in drei Schwierigkeitsstufen.  | Foto: bz
Das Sudoku der Badischen Zeitung gibt es in drei Schwierigkeitsstufen. Foto: bz

Es sind nur neun Ziffern, doch sie können einen verzweifeln lassen. Dann nämlich, wenn sie nach bestimmten Regeln in die 81 Kästchen sortiert werden müssen, die ein Sudoku beinhaltet. Es handelt sich dabei aber, das muss man zugeben, um eine durchaus angenehme Form der Verzweiflung.

Die Bezeichnung Sudoku deutet auf einen japanischen Ursprung dieser Rätselform hin, doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn obwohl Sudoku erst seit gut 20 Jahren weltweit mit Begeisterung rauf und runter gelöst werden, sind sie eigentlich viel älter.

Gesichert ist, dass der Schweizer Mathematiker Leonhard Euler um 1770 im russischen St. Petersburg, wo er an der Akademie der Wissenschaften forschte, sich mit sogenannten Lateinischen Quadraten beschäftigte. Dabei handelte es sich um Zahlenfelder, in deren Spalten und Zeilen jede Ziffer nur einmal vorkam. Eine Unterteilung in Unterblöcke gab es da noch nicht. Derlei "magische" Quadrate haben mutmaßlich Jahrtausende alte Wurzeln, sie finden sich zum Beispiel auf Amuletten im arabischen und asiatischen Kulturkreis.
So funktioniert Sudoku
Das Logikrätsel Sudoku besteht aus 9x9 Feldern, in denen schon einige Ziffern eingetragen sind. Ziel ist es, die restlichen Felder mit Zahlen von 1 bis 9 zu füllen. Dabei darf eine Zahl allerdings in jeder horizontalen Zeile, jeder vertikalen Spalte und in jedem 3x3-Block nur genau einmal vorkommen. Eingetragen werden können die Ziffern entweder über die eigene Tastatur oder über die digitale Tastatur, die im Menü auswählbar ist.
Der Schwierigkeitsgrad des Zahlenrätsels hängt davon ab, wie viele Zellen bereits mit Ziffern gefüllt sind. Je weniger Zellen bereits ausgefüllt sind, desto schwieriger ist das Rätsel.

Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges gönnten die französischen Zeitungen Le Siècle und La France ihren Lesern den Spaß, sich an magischen Quadraten auszuprobieren. Die regelmäßig veröffentlichten "Carré magique diabolique" fanden jedoch keine treue Fangemeinde und waren bald wieder passé.

Wie genau der US-Amerikaner Howard Garns dazu kam, die magischen Quadrate zu modifizieren, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall erschien 1979 in der Maiausgabe des Rätselmagazins "Dell Pencil Puzzles and Word Games" aus seiner Feder die erste Variante eines Sudoku, wie wir es heute kennen – mit neun Unterblöcken.

Das Logikrätsel hieß "Number Place" und fand in den USA leidlich Anklang. Ab Mitte der 80er Jahre druckt der japanische Verlag Nikoli in seiner vierteljährlich erscheinenden Rätselzeitschrift ein magisches Quadrat und nennt es "Sūji wa dokushin ni kagiru". Das bedeutet auf Deutsch in etwa "Isolieren Sie die Zahlen; die Zahlen dürfen nur einmal vorkommen". Daraus entstand die Kurzform Sudoku.

Eines dieser Sudokus bekam der gebürtige Neuseeländer Wayne Gould Ende der 90er Jahre bei einem Japanurlaub in die Finger. Der pensionierte Strafrichter tüftelte in seiner Freizeit gerne an Computerprogrammen und entwickelte eines, mit dem sich Sudokus auf Knopfdruck herstellen ließen. Damit überzeugte er die Redaktion der britischen "Times", die am 15. November 2004 zum ersten Mal Sudokus druckte. Damals schließlich war die Welt bereit, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, welche Ziffer wo in den 81 Feldern ihren Platz hatte. Der Siegeszug des Sudoku begann und Gould wurde Millionär.

Wenn sich neun Ziffern in neun Blöcken mit jeweils neun Feldern tummeln, ruft das natürlich nicht nur Freunde der Logik, sondern auch Mathematiker auf den Plan. Dies haben zum Beispiel herausgefunden, dass es fast 6,7 Trilliarden Möglichkeiten gibt, die 81 Ziffern regelkonform in einem Sudoku zu verteilen, nämlich 6.670.903.752.021.072.936.960. Wie schwer ein Sudoku ist, hängt unter anderem davon ab, wie viele Ziffern bereits vorgegeben sind. Auch das haben sich Wissenschaftler genau angeschaut. Wenn das Sudoku eine eindeutige Lösung haben soll, müssen mindestens 17 der 81 Ziffern vorgegeben sein, sonst gibt es mehrere Wege, das Rätsel zu lösen.

Für Sudoku-Fans wartet die Badische Zeitung täglich mit drei klassischen Varianten der Knobelei auf: leicht, mittel und schwer. Jeden Sonntag erscheint zudem die BZ-Rätselwelt. Hier kommen dann die Könner auf ihre Kosten. Dort finden sie nämlich nicht nur ein extrem schweres klassisches Sudoku, sondern auch herausfordernde Sonderformen wie Samurai- oder Kettensudoku.
Sudoku, Wordle, Kreuzworträtsel: BZ-Rätselwelt

Tipps für Sudoku
  • Beginnen Sie damit, nach Stellen zu suchen, in denen schon möglichst viele Felder horizontal, vertikal oder im 3x3-Block gefüllt sind. Oft lassen sich so die noch möglichen Zahlen eng eingrenzen. Hier hilft auch ein Blick auf die Zahlen, die bereits häufig im Rätsel vorkommen.
  • Wenn nur noch wenige Zahlen für ein Feld infrage kommen, können Sie sich Hilfszahlen notieren. Das geht auch digital: Klicken Sie auf das Feld, in das Sie eine Hilfszahl eintragen möchten. Von den Zahlen 1 bis 9 können Sie nun die Ziffern markieren, die Sie sich an dieser Stelle merken möchten.
  • Wenn Sie einmal gar nicht weiterkommen, können Sie mit der Funktion "Fehler anzeigen" überprüfen, ob Ihre bisherigen Eingaben richtig sind.
  • Der Button "Zufällige Zahl" gibt Ihnen einen zufälligen Tipp im Rätsel. Ist ein bestimmtes Feld markiert, wird Ihnen angezeigt, welche Zahl in diesem Feld richtig ist.

Ressort: Computer & Medien

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