Grüne

Die verpimperte Generation Hängemattenkinder

Manuel Kunst

Von Manuel Kunst (Breisach)

Mo, 20. September 2021

Leserbriefe Freiburg

Zum Bericht "Wenn das Alter Verpflichtung wird" über die örtliche Grünen-Kandidatin Chantal Kopf im Wahlkampf und zum Text "Kontroverser, hitziger, persönlicher" über das TV-Triell der Spitzenkandidierenden (beides in der BZ vom 13. September).

Nun will also die Partei, die jahrzehntelang durch Technikfeindlichkeit aktiv Generationen von Schüler*innen verdorben hat, Deutschland zum Vorreiter in der Welt im Kampf gegen Klimawandel drängen. Welch bedeutende Beiträge für die Welt Deutschland leisten kann, sieht man ja gerade am Beispiel von Afghanistan. Auch anfänglich ein rot-grünes Projekt gewesen, übrigens … Und wo wären wir beim Impfen gegen "Corona" ohne Kenntnis der Sequenz des Virusgenoms von SARS-CoV-2? Na? Weltverbesserungsrhetorik durch Politiker*innen, die noch nie etwas mit Technologie und Naturwissenschaft zu tun hatten und sie verteufelten – die wollen also nun Weltverbesserungsbemühungen verlangen. Von anderen, sie selbst können sie nicht leisten. Und die verpimperte Generation Hängemattenkinder macht einen auf Fridays for Future und Ähnliches, ist aber von ihren grünen Lehrern dazu erzogen, Leistung immer nur von anderen zu erwarten. Dazu eine Generation von verweichlichten Eltern, die alles vom Staat erwarten, selbst aber wenig für die Allgemeinheit leisten. Immer nur Ansprüche und Hand aufhalten.

Meine Meinung: Ohne Ingenieure und Wissenschaftler und Fachkräfte werden wir keinen Beitrag leisten können. Technologien werden woanders erfunden und entwickelt und vermarktet werden – China oder anderswo.

Deutschland mit seinen White-Collar-Kindern wird nicht viel entgegenhalten können. Ich empfehle als Lektüre: Steven Pinker, "Aufklärung jetzt – Für Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt".

Mit personalisiertem Wahlkampf (ein Faible der Journaille – ähm, sorry, das war ein Ausdruck meines Vaters aus den 70ern – der Journalisten) und mangelnder Sachkunde wird man die Welt jedenfalls nicht retten. Habeck und Co. haben keine Antworten, wie Habeck proklamiert – allenfalls Forderungen an andere.

Manuel Kunst, Breisach