Nach Verzicht in vielen Kommunen

Die Zeichen für den Teninger Weihnachtsmarkt stehen auf Absage

Marius Alexander und Markus Zimmermann

Von Marius Alexander & Markus Zimmermann

Do, 25. November 2021 um 15:39 Uhr

Teningen

Die Gemeinde Teningen und Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker sind noch in einem Abwägungsprozess, ob der Weihnachtsmarkt am 11 und 12. Dezember stattfinden kann.

Ob der Teninger Weihnachtsmarkt, der eigentlich für das dritte Adventswochenende am 11. und 12. Dezember geplant war, stattfinden wird, ist mehr als fraglich. Eine Entscheidung soll aus Rücksicht auf die bisher 32 eingegangenen Bewerbungen für Betreiber der Marktstände am Freitag, spätestens am Montag gefällt werden, sagte am Donnerstag auf BZ-Nachfrage Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker. Bereits am Tag davor hatte er in einem Facebook-Post Gründe für und gegen eine Absage formuliert.

Bürgermeister hat Argumente dafür wie dagegen

Eigentlich, sagte Hagenacker gegenüber der BZ, müsste ein Markt mit 2G plus-Regeln funktionieren. Vorausgesetzt, es sei ein niederschwelliges Testangebot vorhanden. Das sei in Teningen der Fall. Unter diesen Umständen sei der Besuch eines Markts unter freiem Himmel und mit ausreichendem Abstand der Verkaufsstände sicher, sagte Hagenacker. Auf Facebook hatte Hagenacken von einem "der sichersten Orte" geschrieben. Aus der Erfahrung des vergangenen Jahres wisse man, dass Absagen Öl für das Feuer unkontrollierter Treffen im privaten Bereich bedeuteten, ergänzte Hagenacker auf BZ-Anfrage. Und: Eine Absage stelle Marktbeschicker vor existentielle Fragen.

"Ich will nicht den Beifall von der falschen Seite"Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker
Dennoch muss laut Hagenacker eine Absage ernsthaft erwogen werden. Als einziger Markt in der Region übrig zu bleiben, bedeute, dass die Gemeinde Teningen mit einer Entscheidung für die Präsenz "zunehmend unter Druck" geraten werde. Auch, weil sie wegen des dann total reduzierten Angebots einem starken "Weihnachtstourismus" ausgeliefert sei. Jenseits der Überzeugung, dass es richtig wäre, den Markt zu ermöglichen, wozu er regelrecht Lust verspüre, schreibt Hagenacker in seinem Post, verunmögliche ein Alleinstellungsmerkmal die Umsetzung dieser Einstellung. Und: "Ich will nicht den Beifall von der falschen Seite", sagt Hagenacker mit Blick auf Impfskeptiker und Impfgegner.