SC Freiburg

Dominante Freiburger überzeugen bei souveränem 8:1-Testsieg in Schruns

David Weigend

Von David Weigend

Sa, 22. August 2020 um 17:07 Uhr

SC Freiburg

Mit einer vor allem im zweiten Durchgang überzeugenden Leistung schlägt der SC Freiburg den österreichischen Zweitligisten FC Dornbirn mit 8:1 (2:1). Der FC kapitulierte angesichts der Freiburger Offensiv-Wucht.

So spielte der SC in Durchgang eins:

Ersten 60 Minuten: Uphoff, Schmid, Gulde, Koch, Günter, Kwon, Tempelmann (45. Boukhalfa), Abrashi, Grifo, Jeong, Höler.

Der Sportclub erwischte einen schlechten Start. Auf der linken Seite stimmte die Zuordnung nicht, der Dornbirner Lukas Katnik setzte sich durch und überwand Torwart Benjamin Uphoff aus spitzem Winkel - der Bundesligist lag nach fünf Minuten hinten.

Automatismen sitzen noch nicht richtig

Dem Freiburger Spiel war anzumerken, dass die Abläufe und Automatismen noch nicht richtig saßen - was in dieser Phase der Vorbereitung auch normal ist. Im Laufe der Partie gewann der Sportclub an Sicherheit. Das routinierte Innenverteidiger-Duo Manuel Gulde und Robin Koch stand stabil, im Mittelfeld setzte Changhoon Kwon Akzente.



In der 30. Minute sorgte Vincenzo Grifo mit einem beherzten Distanzschuss, der eigentlich als Flanke vom linken Flügel gedacht war, für den Ausgleich. 15 Minuten später kam Lucas Höler nach einem gelungenen Spielzug zu einem aussichtsreichen Kopfballabschluss, der Dornbirner Keeper konnte jedoch klären. In der 57. Minute machte es Höler dann besser: Nach einer Ecke schob er aus kurzer Distanz ein.

Grifo zeigt Nerven beim Elfmeter

Wenig später wurde Kwon im gegnerischen Strafraum gefoult. Beim fälligen Elfmeter zeigte Vincenzo Grifo jedoch Nerven und schoss den Ball übers Tor. Der als eventuelle Waldschmidt-Alternative gehandelte Wooyeong Jeong fand nicht so richtig ins Spiel. Lino Tempelmann, der sich als Sechser-Partner von Nicolas Höfler empfehlen will, zeigte eine durchwachsene Vorstellung.
So spielte der SC in Durchgang zwei:

Zweite 60 Minuten: Flekken, Kübler (110. Sildillia), Lienhart, Heintz, Itter, Sallai (110. Dräger), Keitel, Höfler, Borrello (90. Weißhaupt), Demirovic, Petersen.

Nach 60 Minuten lief die zweite SC-Elf aufs Feld und begann druckvoll. Auf Anhieb gelang es jedoch nicht, den dicht gestaffelten Abwehrblock der Österreicher zu knacken. Dornbirn stand tief und lauerte auf Konter. In der 74. Minute tankte sich Roland Sallai mit einem sehenswerten Solo auf links durch und bediente Nils Petersen, der den Ball aus kurzer Distanz jedoch nicht verwerten konnte.

Demirovic netzt beim Debüt



Neuzugang Ermedin Demirovic nutzte in der 76. Minute einen Timing-Fehler des herausgelaufenen Dornbirner Keeper aus und schloss mit einem Heber aus 16 Metern Entfernung eiskalt ab. Wenig später kam Sallai nach einem Konter von Petersen und Demirovic zum Abschluss, schoss dem Torwart aber in die Arme. Dann wiederum war es Petersen, der etwas überhastet von rechts abschloss, anstatt dem frei vor dem Tor stehenden Demirovic vorzulegen.

Die Verteidigung wurde von Dominique Heintz souverän dirigiert und hatte wenig zu tun. Luca Itter hinterließ als Günter-Backup auf der linken Seite einen guten Eindruck. Yannik Keitel erledigte seinen Job im Mittelfeld unaufgeregt und mit Übersicht. Außerdem bewies er im letzten Viertel des Spiels Goalgetter-Qualitäten: Nach einer Kübler-Flanke köpfte der Breisacher Youngster den Ball gefühlvoll in den Winkel.

Dominantes Offensivspiel der Freiburger

Das Spiel fand nun nur noch in der Dornbirner Hälfte statt. Nach einem Vorstoß über Itter und Noah Weißhaupt bekam Sallai den Ball und schoss ihn von der Strafraumgrenze aus an die Latte. Freiburg machte dann alles klar: ein kurz ausgeführter Eckball, Flanke Sallai auf Lienharts Kopf, 5:1. Dornbirn brach ein. Das 6:1 besorgte wieder Demirovic nach Hereingabe des auffälligen Noah Weißhaupt. Dieser markierte auch das 7:1 nach einem schönen Sololauf. Schließlich stellte Petersen auf den 8:1- Endstand.
Die Aufstellungen:
Ersten 60 Minuten: Uphoff, Schmid, Gulde, Koch, Günter, Kwon, Tempelmann (45. Boukhalfa), Abrashi, Grifo, Jeong, Höler.
Zweite 60 Minuten: Flekken, Kübler (110. Sildillia), Lienhart, Heintz, Itter, Sallai (110. Dräger), Keitel, Höfler, Borrello (90. Weißhaupt), Demirovic, Petersen.

Tore: 0:1 Katnik (5.), 1:1 Grifo (30.), 2:1 Höler (57.), 3:1 Demirovic (76.), 4:1 Keitel (97.), 5:1 Lienhart (105.), 6:1 Demirovic (107.), 7:1 Weißhaupt (118.), 8:1 Petersen (119.).