Beitrag zum Klimaschutz

DSM nutzt in Grenzach künftig grünen Wasserstoff

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 11. Februar 2020 um 06:00 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Am Grenzacher Standort setzt DSM künftig nachhaltig produzierten Wasserstoff als Synthesegas für die Vitamin-Produktion ein. Damit will das Unternehmen große Mengen an CO2 einsparen.

Konzernweit hat sich DSM zum Ziel gesetzt, die die CO2-Treibhausgas-Emission bis 2030 um 30 Prozent zu senken. Am Grenzacher Standort trägt dazu der künftige Einsatz von grünem Wasserstoff bei, wie es in einer Unternehmensmitteilung am Montag heißt.

Die Dampf-Reformierung von Erdgas sei derzeit noch das wichtigste Verfahren zur groß-technischen Wasserstoffherstellung. Pro Tonne Wasserstoff entstünden dabei allerdings rund zehn Tonnen CO2. Grüner Wasserstoff dagegen werde mittels Elektrolyse, betrieben durch Strom aus nachhaltiger Wasserkraft, gewonnen – ganz ohne Treibhausgas-Emission.

Kurze Transportwege als Vorteil

Eingesetzt werde der grüne Wasserstoff bei DSM in Grenzach als Synthesegas für die Vitamin-Produktion. Das Unternehmen sei eines der ersten Industrieunternehmen in Europa, das von konventionell hergestelltem Wasserstoff zu einer nachhaltigen Alternative wechselt. Partner sind zum einen der Ökostromhersteller Energiedienst, der in Wyhlen eine Power-to-Gas-Anlage betreibt, und Air Liquide, eines der führenden Serviceunternehmen für technische Gase. Der erste "Trailer" von Air Liquide mit nachhaltigem Wasserstoff rollte Anfang Februar bei DSM in Grenzach auf das Gelände. Da der nachhaltige Wasserstoff in der Region produziert werde, tragen auch die kurzen Transportwege zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz bei, so DSM abschließend.