Die Modernisierung der Schießanlage hatte Vorrang

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

Di, 25. Juni 2019

Efringen-Kirchen

Der Welmlinger Sportschützenverein zieht Bilanz eines arbeitsreichen Jahres / Vereinsspitze muss zu Fortbildungskursen.

EFRINGEN-KIRCHEN-WELMLINGEN (cre). Die 58. Generalversammlung des Welmlinger Sportschützenvereins stand mehr unter dem Eindruck der notwendigen Modernisierung der Kleinkaliber-Anlage (KK) als unter sportlichen Aspekten, die jedoch auch nicht zu kurz kamen. Im Verlauf des Vereinsjahres mussten die sportlichen Aktivitäten etwas hinter den baulichen zurückstehen.

Wesentlich war die Umrüstung der KK-Anlage in eine Anlage mit elektronischer Anzeige und Trefferzählung. Im Zusammenhang damit mussten das Gelände gesichert und einige nicht mehr standfeste Eschen gefällt und Renovierungsarbeiten vorgenommen werden. "Seit dem 16. Juni läuft die Anlage", konnte Schießleiter und Anlagenwart Heinz Brandenburg vermelden.

Für das laufende Jahr kündigte Brandenburg die Installation zusätzlicher Signallampen an, da die Schützen aufgrund des geforderten Gehörschutzes keine Warnkommandos verstehen könnten. Brandenburg bestätigte den guten Zustand der Waffen, ermahnte aber gleichzeitig alle KK-Besitzer, ihre Waffen ordnungsgemäß in einem geeigneten Waffenschrank zu verwahren.

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen sei nicht zu kurz gekommen, stellte Oberschützenmeisterin Anna Brandenburg in ihrem Jahresbericht fest. Herausragende Ereignisse waren wieder die beiden Aufführungen der Theatergruppe mit dem Stück "Nix wie Ärger mit dem Schwiegersohn".

Für die neu auszustellende Vereins-Waffenbesitzkarte (WBK) hatten mehrere Vorstandsmitglieder eine gesonderte Waffensachkundeprüfung zu absolvieren. Als Nächstes müssen die Vorsitzende, ihr Stellvertreter Achim Bauer und Schießleiter Heinz Brandenburg trotz mehrjähriger Erfahrung an einem offiziellen Standaufsichtskurs teilnehmen.

Die scheidende Schriftführerin Sabrina Wißner verlas einige Daten aus dem Kalender des Vereinsjahres. Jugendleiterin Tamara Braun konnte sich aufgrund nur eines Nachwuchsschützen mit ihrem Bericht sehr knapp fassen. In seiner Eigenschaft als Schießleiter verkündete Brandenburg die Namen der im vergangenen Jahr erfolgreichen Schützen und Schützinnen und überreichte ihnen die verdienten Auszeichnungen.

In geringerem Umfang hatte der Verein wieder an Kreis- und Landesmeisterschaften teilgenommen. Das Hauptaugenmerk habe auf den Rundenwettkämpfen gelegen. Alles in allem sei der Verein auf 24 Wettkampfteilnahmen gekommen, bei denen die Teilnehmer aus Welmlingen durchgehend achtbare Platzierungen erreichten, berichtete Brandenburg. Vereinsrechner Jörg Weiß musste für das abgelaufene Jahr von einem "satten Minus" berichten. Dieses sei jedoch aufgrund der umfänglichen Arbeiten zu erwarten gewesen und habe daher den Verein nicht unvorbereitet getroffen. Dennoch verfüge der Verein weiterhin über ein gutes finanzielles Polster. Als gute Einnahmequellen erwiesen sich immer wieder die Theateraufführungen. Auch die Schlagernacht komme gut an. Jörg Weiß überbrachte als Mitglied des Ortschaftsrates auch Grußworte der Verwaltung.

Wahlen: Oberschützenmeisterin Anna Brandenburg, Schützenmeister Achim Bauer, Rechner Jörg Weiß, Schießleiter/Anlagenwart Heinz Brandenburg, Jugendwartin Tamara Braun, Beisitzer Jürgen Braun und Rouven Rössler, Schriftführerin Anja Wagner (für Sabrina Wißner).

Ehrungen: Ehrenmitglieder Mark Bauer, Stefan Gebhard und Eckhard Schäfer; 40-jährige Mitgliedschaft Klaus Räuber und Peter Ritter; 50-jährige Mitgliedschaft Hans Renk.

Sportliche Ehrungen: Wanderpokal Cornelia Homuth; Königskette Jürgen Braun; Vereinsmeister Luftgewehr Rouven Rössler, Jörg Weiß, Jürgen Braun, Olaf Bittner sowie Cornelia Homuth, Anna Brandenburg und Ursel Trautmann; Vereinsmeister KK 60 Schuss Jörg Weiß und Jürgen Braun sowie Cornelia Homuth.

Mitgliederstand: gleichbleibend 102

Kontakt: Anna Brandenburg (Vorsitzende), Tel. (07628) 302