"Es kostet Geld, gut versorgt zu sein"

Andrea Gallien

Von Andrea Gallien

Di, 11. Oktober 2016

Ehrenkirchen

BZ-INTERVIEW mit Ulrike Meister und Heike Ostrowski über Betreuungsangebote für alte Menschen und die Aussicht für jüngere im Alter.

EHRENKIRCHEN. Das Thema Demenz ist aus der Tabuzone heraus, aber es ist nicht das einzige, was alte Menschen und deren Angehörige beschäftigt. Andrea Gallien sprach mit Ulrike Meister, Geschäftsführerin der Sozialstation Mittlerer Breisgau, und Heike Ostrowski von der Beratungsstelle für Senioren und deren Angehörige über die Vielfalt der Betreuungsformen und die Notwendigkeit, sich rechtzeitig auf das Alter vorzubereiten.

BZ: Früher waren Demenz und Alzheimer Tabuthemen, heute erscheinen regelmäßig neue Bücher zum Thema, jüngst erst das neueste von Inge Jens über das Krankheitsbild ihres verstorbenen Mannes Walter Jens . Erleichtert mehr Öffentlichkeit den Umgang mit der Krankheit?

Ostrowski: Demenz war lange ein Tabuthema, das ist richtig. Angehörige sind heute viel besser informiert, haben sich selbst fortgebildet, um ihre Angehörigen besser unterstützen zu können. Angehörigen helfen die Bücher, sie merken, dass sie nicht alleine sind mit dem Thema und das erleichtert es, offen über die Krankheit zu sprechen.

Meister: Wir müssen auch sehen: Die Menschen werden heute älter und die Zahl der Demenzerkrankungen nimmt entsprechend zu, gerade deshalb wird es immer wichtiger, über die Problematik offen zu sprechen und mit in die Gesellschaft aufzunehmen.

BZ: Wie reagiert die Sozialstation?

Meister: Ziel ist es mittelfristig, in jeder Gemeinde speziell in unserem Zuständigkeitsbereich ...

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