Interview

Schulleiter zur Job-Messe: "Jeder kann gezielt seine Fragen stellen"

Andrea Gallien

Von Andrea Gallien

Fr, 24. Januar 2020 um 20:05 Uhr

Ehrenkirchen

Der Leiter der Jengerschule in Ehrenkirchen, Gerd Günther, erklärt den Unterschied zwischen Jobstartbörse und Job-Mess, die dieses Jahr in Ehrenkirchen stattfindet.

Neben der Jobstartbörse, die es in Bad Krozingen und Freiburg gibt, bietet die Job-Messe in Ehrenkirchen eine weitere Möglichkeit, sich über Ausbildungswege und Berufe zu informieren. Über die Bedeutung der Messe für die Schüler sprach Andrea Gallien mit Gerd Günther, Leiter der Jengerschule und Mitveranstalter.

BZ: Was unterscheidet die Job-Messe von einer Jobstartbörse?

Günther: Bei Jobstartbörsen etwa in Bad Krozingen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich drei Betriebe herauszusuchen, die sie besuchen können. Die Job-Messe ist eine Ergänzung zur Jobstartbörse. Hier treffen die Schüler ungezwungen und ohne Druck auf eine Vielzahl von Betrieben und Institutionen in einer Halle. Eltern können ihre Kinder bei der abendlichen Jobmesse begleiten und bei Gesprächen unterstützend mitwirken. Jeder kann sich aussuchen, wo er sich wie intensiv informieren möchte und dort gezielt seine Fragen stellen, einen Termin für eine Betriebsbesichtigung oder ein Praktikum ausmachen. Man kann sich auch überraschen lassen und auf Angebote stoßen, die man bisher gar nicht gekannt hat.

BZ: Die Jengerschule arbeitet schon seit Jahren mit Betrieben in der Region zusammen. Welche Rückmeldungen hören Sie von dort?

Günther: Ich höre durchweg Positives. Betriebe fragen bereits frühzeitig nach einem Platz für die Job-Messe. Ich denke, die Veranstaltung ist für Betriebe sehr effektiv. Hinzu kommt, dass nur Schüler kommen, die wirklich Interesse haben.

BZ: Nun wird es Veränderungen im Orga-Team der Messe geben.

Günther: Ja, ich kann verstehen, dass der Aufwand, eine solche Veranstaltung zu organisieren, sehr groß ist. Ich könnte mir daher auch vorstellen, sie nur alle zwei Jahre anzubieten. Andererseits wendet sich die Job-Messe ja auch an Erwachsene, die auf Jobsuche sind, und für sie ist ein Rhythmus von einem Jahr sicher sinnvoller.