Eichstetten

Wie Regenbecken Pestizide verdauen

Manfred Frietsch

Von Manfred Frietsch

Fr, 15. April 2016 um 17:18 Uhr

Eichstetten

Können Regenrückhaltebecken dazu beitragen, die Spritzmittelrückstände aus Weinbau und Landwirtschaft abzubauen? Ein großes Forschungsprojekt will genau das herausfinden –mitten in den Eichstetter Weinbergen.

EICHSTETTEN. Planierte große Rebterrassen, asphaltierte Wirtschaftswege und verrohrte Drainagen: Wenige Landschaftsräume sind so tiefgreifend verändert worden wie die Weinbaugebiete am Kaiserstuhl. Ein Element dieser Veränderung, die Regenrückhaltebecken, könnte nun aber die Chance für eine ökologische Aufwertung bieten, indem sie für den Abbau der Pestizidbelastung aus dem Weinbau genutzt werden. Dazu gab es jetzt eine wissenschaftliche Exkursion und Tagung in Eichstetten.

Auch in Eichstetten, einer der Wiegen für biologische Landwirtschaft, wird auf der Mehrheit der Rebflächen weiter kräftig gespritzt. Pflanzenschutzmittel landen dabei auch im Boden und im Wasser. Mit dem über die Drainagesysteme abfließenden Wasser gelangen die Pestizide in die Rückhaltebecken. Könnte man sie dort nicht auffangen und sogar abbauen? Genau dieser Frage widmet sich ein Forschungsprojekt bei den Eichstetter Rückhaltebecken Steinenweg und Breitenweg. Die jetzt vor Ort vorgestellten ersten Ergebnisse sind vielversprechend.

Der Damm des 2006 vergrößerten Rückhaltebeckens Breitenweg ist ein wuchtiges Bauwerk, das keine Mühe hat, die über 50 Teilnehmer des Treffens zu tragen. Viele sind davon Studierende, aus Freiburg genauso wie aus dem fernen Lüneburg und dem noch ferneren Kiel, zusammen mit ihren Dozenten. Dazu ...

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