Ein detailverliebtes Gesellenstück

Stefan Pichler

Von Stefan Pichler

Sa, 21. August 2021

Bernau

Maximilien Lange hat seine Schreinerausbildung in Bernau als Innungssieger abgeschlossen.

. Die schriftliche Prüfung hat er mit einer glatten Eins abgeschlossen und auch das Gesellenstück ist Maximilian Lange ausgezeichnet gelungen. Mit seiner Leistung zum Abschluss seiner Schreinerausbildung beim Bernauer Unternehmen Wohnfaszination Baur ist der 20-jährige Innungssieger geworden.

Der aus Indlekofen stammende junge Mann ist Handwerker durch und durch: Lange hatte nach der Schule eine dreijährige Zimmermannslehre in seinem Heimatort absolviert. Danach wechselte er nach Bernau, um sich dort auch noch zum Schreiner ausbilden zu lassen.

"Mir hat die feine Holzbearbeitung beim Möbelbau und Innenausbau mehr Spaß gemacht", sagte Lange. Die Zimmermannslehre habe sich für ihn dennoch gelohnt – er konnte die Schreinerlehre um ein Jahr verkürzen.

Betriebsleiter Martin Wiesler freute sich, einen Innungssieger in seinem Team zu haben. Schon während der Lehrzeit habe Lange einen guten Eindruck hinterlassen. In den vergangenen zwei Jahren habe er alle Bereiche der Produktion kennengelernt, sei aber auch in der Montage oder bei Tagesauslieferungstouren eingesetzt worden. Wenn er nicht im Betrieb war, besuchte Lange den Blockunterricht in der Berufsschule in Bad Säckingen und die Gewerbeschule in Waldshut. Dort belegte er verschiedene Kurse für die Oberflächenbearbeitung. Sein Prüfungsstück, ein Nachttisch, sei eine detailverliebte Arbeit, bei der die Schubladenführungen nicht wie sonst üblich aus Metall, sondern komplett aus Holz gefertigt ist. "Der Auszug aus Holz ist schwierig herzustellen", sagte Betriebsleiter Wiesler.

Viel Lob für seinen ehemaligen Lehrling bekommt Maximilian Lange auch von seinem Ausbilder Tobias Strittmatter. Der junge Mann sei aufgeweckt und sehr interessiert. Viele Gedanken habe sich der 20-Jährige zur Umsetzung der Pläne für sein Gesellenstück gemacht. An vielen Abende blieb der junge Schreiner länger im Betrieb, um Techniken und Ideen auszuprobieren.

Neben dem Vollauszug aus Holz habe Lange auch den Korpus seines Nachtschränkchens sehr aufwendig mit einem durchgefärbten Schichtstoff belegt und auf Gehrung gearbeitet. Die Innenseiten des ausgezeichneten Gesellenstückes behandelte Lange mit einem selbsthergestellten Bienenwachs.

Maximilian Lange will sich auch nach Abschluss seiner Lehre weiterbilden: Seit dem 18. August besucht er in Teilzeit die Meisterschule. Gleichzeitig arbeitet er an zwei Tagen in der Woche als Geselle in seinem Ausbildungsbetrieb.