Azubi-Leben

Ein Gespräch mit einer Ausbildungsbeauftragten

Carina H.

Von Carina H.

Do, 14. Oktober 2021 um 16:50 Uhr

Azubi-Leben

Nach jeder Abteilung beim Badischen Verlag, folgt das Beurteilungsgespräch. Dieses führt unsere Ausbildungsleiterin Frau Bertelmann zusammen mit dem/der jeweiligen Ausbildungsbeauftragten der Abteilung und natürlich mit dem Azubi. Der Azubi bekommt in diesem Gespräch Rückmeldung zu seiner Zeit in der Abteilung. Frau Stuckmann ist die Ausbildungbeauftragte der Anzeigenabteilung und heute im Interview.

Carina: Hallo Frau Stuckmann, vielen Dank für Ihre Zeit. Meine erste Frage wäre zunächst, was sind Ihre Hauptaufgaben als Ausbildungsbeauftrage?

Frau Stuckmann: Meine Hauptaufgaben sind die Erstellung der Durchlaufpläne innerhalb der Abteilung in Anlehnung an die Ausbildungsverordnung für die Medienkaufleute sowie die Vorbereitung und Durchführung der Beurteilungsgespräche. Ich achte vor allem darauf, dass unsere Azubis alle sieben Teams der Abteilung kennenlernen und, wo möglich, auch selbstständig mitarbeiten können. Selbstverständlich habe ich immer ein offenes Ohr für Fragen und Anliegen unserer Azubis und versuche bestmöglich auf diese einzugehen.

Carina: Wie lange sind Sie schon Ausbildungsbeauftragte und wie kamen Sie zu dieser Aufgabe?

Frau Stuckmann: Diese Aufgabe gehörte schon früher zu den Tätigkeiten der Assistenz der Anzeigenleitung. Ich habe diese sozusagen von meiner Vorgängerin geerbt. Seit acht Jahren kümmere ich mich nun schon um die Azubis in der Anzeigenabteilung. Es ist jedes Mal wieder spannend, neue Gesichter bei uns auf dem Stockwerk zu sehen und die neuen Kollegen/innen kennenzulernen.

Carina: Wieso würden Sie sagen, sind das Beurteilungsgespräch und der Austausch zwischen Azubi und Abteilung so wichtig?

Frau Stuckmann: In dem Beurteilungsgespräch werden die Tätigkeiten, Aufgaben und der Umgang mit Kollegen/innen und Kunden sehr detailliert besprochen.
Hierbei ist es wichtig, dass alle Beteiligten offen darüber sprechen können, wie sie die Zeit erlebt haben. Lob, aber auch konstruktive Kritik gehören dazu und sind ein wichtiger Bestandteil des Gespräches. Auch haben wir aufgrund von Feedbacks der Azubis abteilungsintern schon einiges organisatorisch angepasst. Die Azubis wollen und sollen sich hier bei uns weiterentwickeln und wir als Ausbildungsbetrieb selbstverständlich auch. Nur wenn das Gespräch auf einer ehrlichen und offenen Basis geführt wird, können beide Seiten profitieren.

Carina: Auf welche Dinge achten Sie bei der Beurteilung von Auszubildenden besonders?

Frau Stuckmann: Da ich selbst nicht mit den Azubis zusammen arbeite, bin ich auf umfangreiche und aussagekräftige Beurteilungen unserer Teamleiter/innen angewiesen. Diese fasse ich so gut als möglich zusammen. Gibt es vorab Kritikpunkte aus einzelnen Teams, suche ich das Gespräch mit dem Azubi um ihm die Chance zu geben, sich diese zu Herzen zu nehmen. Besonders wichtig finde ich, die Stärken jedes Einzelnen zu erkennen und weiter zu fördern. So ist es immer wieder interessant zu sehen, was den Azubis besonders liegt und Freude bereitet. Der/die Eine hat ein Auge für Analysen und Auswertungen, dem/der Anderen fällt die Kommunikation mit den Kunden besonders leicht. So differenziert und auf die einzelne Person zutreffend sollte dann auch die Beurteilung ausfallen.

Carina: Gerade haben die neuen Azubis ihre Ausbildung begonnen. Was würden Sie diesen gerne mit auf den Weg geben?

Frau Stuckmann: Habt Spaß und seid wissbegierig. Stellt Fragen bis den Kollegen/innen die Ohren abfallen und traut euch, auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen.