Wachs und Honig

Ein Kurs in Glottertal führt durch die Welt der Bienen und des Imkerns

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 26. April 2019 um 13:03 Uhr

Glottertal

Ein Kurs des Imkervereins Glottertal hat die Teilnehmer an die Faszination Biene herangeführt und gezeigt, wie man sich am Bienenstock verhält.

Ein Imkerkurs führte kürzlich in Glottertal die Teilnehmer an die Faszination Biene heran. Das Angebot des Imkervereins Glottertal nutzten 17 Bienenfreunde im Alter von zehn bis 54 Jahren. Vereinsvorsitzender Hans-Peter Weiß führte durch das Programm und wurde dabei von einigen seiner Vorstandskollegen und erfahrenen Jungimkern unterstützt.

Nach einem Film zur Organisation im Stock und der Arbeitsweise der Bienen beschäftigten sich die Teilnehmer mit den Arbeiten, die rund ums Jahr bei den Bienen anfallen. Hier war es den Mitgliedern des Imkervereins vor allem wichtig, einen realistischen Überblick über die Pflichten der Bienenhaltung zu bieten. Schließlich seien Imker in erster Linie Tierhalter, die das Wohl der Damen mit dem Stachel sicherstellen können – durch Behandlungen gegen die Varroamilbe ebenso wie durch nachhaltige Imkerei.

Das dafür nötige Werkzeug und einige Zanderbeuten, wie die Bienenbehausungen heißen, hatte Hans-Peter Weiß in die von der Feuerwehr zur Verfügung gestellten Räume mitgebracht. So konnte er den Teilnehmern den Umgang mit den Beuten zeigen und einen ersten Eindruck davon bieten, welchen Lagerplatz und auch welchen monetären Aufwand für die Beuten und das Werkzeug benötigt werden.

Am Bienenstock muss man sich ruhig verhalten

Nach dem Theorieteil besuchte die Gruppe die Bienenstöcke von Hans-Peter Weiß in Heuweiler auf dem Gelände von Christian Disch. Trotz des bewölkten Himmels und des leichten Winds ließen sich die Bienen geduldig über die Schulter blicken. Wichtig seien am Bienenstock ruhiges Verhalten und langsame Bewegungen – was den Imker ganz automatisch entschleunige, wenn er Stiche vermeiden will, wie die Neu-Imker lernten. Sogar die Bienenkönigin wurde in einem der Völker entdeckt und bestaunt. Sie beginnt nun im Frühjahr, bis zu 1500 Eier pro Tag zu legen und das Volk zu vergrößern. Durch die erhöhte Volksstärke steigt das Risiko, dass es im Stock zu eng wird und der Schwarmtrieb erwacht. So waren auch bald Schwarmkontrolle und das Einfangen eines Schwarmes Thema.



Jetzt werden von den Imkern auf Probe Ableger genommen, die sie über das Jahr zusammen mit Vereinsmitgliedern pflegen. Dafür steht ein Platz auf dem Areal von Haberstrohs Strauße zur Verfügung.