Leben auf der Platte

Im Südwesten suchen 12.000 Menschen Hilfe wegen Wohnungslosigkeit

Joshua Kocher

Von Joshua Kocher

Do, 10. Oktober 2019 um 07:15 Uhr

Südwest

BZ-Plus Armut, Naturkatastrophen, Erkrankungen: Obdachlosigkeit hat viele Gründe. 150 Millionen Menschen leben weltweit auf der Straße. Zwei Beispiele aus Emmendingen und Freiburg zeigen, wie vielfältig die Schicksale sind.

Holger Schulzke hat zwei Lebensmottos. "Vertraue niemandem" ist das eine, "gehst du nach links, geh ich nach rechts" das andere. Schulzke, 55, ist ein Einzelgänger. Er lebt seit drei Jahren auf der Straße, seit einem Jahr in Emmendingen. Jeden Morgen um sieben kommt er in die Wärmestube im Haus Eliah, eine von elf Tagesstätten der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) im Südwesten. Er kann hier duschen, einen Kaffee trinken, etwas essen und seinen Hartz-IV-Tagessatz abholen.

Wie so viele Biografien obdachloser Menschen ist auch seine verworren. Er hat 53 Länder bereist, sagt er. Zehn Jahre lebte er in Thailand, einige Zeit im Senegal und im Iran. Warum er dann auf der Straße landete, kann er nicht wirklich beantworten. Er sagt nur: "Als ich 2014 ...

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