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Diabetes

Ein Leben mit Pikser

  • Emelie Ehret, Klasse 8a, Hugo-Höfler-Realschule (Breisach)

  • Do, 09. April 2020, 16:56 Uhr
    Schülertexte

     

In der westlichen Welt leiden besonders viele Menschen an Diabetes. Emelie Ehret, Schülerin der Klasse 8a der Hugo-Höfler-Realschule in Breisach, nimmt die Krankheit unter die Lupe.

Ein Tröpfchen Insulin kommt aus der Nadel des Pens.   | Foto: Rolf Vennenbernd
Ein Tröpfchen Insulin kommt aus der Nadel des Pens. Foto: Rolf Vennenbernd
Diabetes Melitus ist eine Blutzuckerkrankheit, die bei jedem Menschen auftreten kann. Egal ob jung oder alt. Es gibt verschiedene Typen von Diabetes: Typ 1 und Typ 2 sowie die Schwangerschafts-Diabetes. Jeder Typ und Mensch ist anders und muss auch dementsprechend behandelt werden. Bei Typ-1-Diabetikern ist es meistens so, dass die Funktion der Beta-Zellen gestört ist. Sie können darum kein Insulin produzieren. Bei einem Typ-2-Diabetiker wiederum ist es so, dass die Empfindlichkeit der Körperzelle auf Insulin nachlässt.

Das Insulin ist dafür da, Zucker aus dem Blut in die Zellen zu schleusen. In den Zellen wird es zur Energiegewinnung benötigt. Insulin entsteht in den Beta-Zellen. Benötigt ein Mensch zusätzliches Insulin, wird dies meist mit einer Spritze in den Bauch gespritzt und so in den Körper gebracht. Davor sollte der Blutzuckerspiegel gemessen werden.

Mit einem Blutzuckermessgerät messen funktioniert so: Das Messgerät wird eingeschaltet, das aktivierte Programm wird geladen, ein neuer Teststreifen wird in das Blutzuckermessgerät einstecken. Das Messgerät und die Teststreifen sollten die gleiche Temperatur haben. Man sollte die Hände vor dem Gebrauch waschen, damit keine Keime in die offene Wunde gelangen können. Dann müssen die Hände sorgfältig abtrocknen werden.

Jetzt kann es losgehen. Die Einstichstelle wird desinfiziert, dann wird mit einer Stechhilfe in den Finger gestochen. Dabei muss man den Finger nach oben halten, damit kein Blut verloren geht. Daraufhin wird ein Tropfen des Blutes auf den Teststreifen laufen gelassen. Danach kann man den im Display angezeigten Blutzuckerwert ablesen. Anhand einer Insulintabelle wird der Insulinbedarf ermittelt. Dieses Insulinschema sollte in Absprache mit einem Diabetologen eingesetzt werden.

Alle drei bis sechs Monate sollte man dort zur Kontrolle gehen, unter anderem um den HABC 1-Wert, einen Langzeitwert des Blutzuckers. Die Zielwerte liegen hier bei 6,5 bis 7,5 Prozent Zucker im Blut. Allgemein ist das Ziel, den Insulinspiegel im Körper so zu halten, dass sich der Mensch wohlfühlt. Sein Stoffwechsel muss aktiv bleiben, um den Alltag und sein Leben zu meistern. Dabei spielt die Basistherapie der sogenannten Lebensinterversionen eine wichtige Rolle. Hierbei stehen eine Ernährungsumstellung, Konsum von weniger Kohlenhydraten, eher Gemüse und Ballaststoffen, Steigerung der körperlichen Aktivität eine wichtige Rolle.

Raucher sollten eine Raucherentwöhnung durchführen und an einer Diabetesschulung teilnehmen. Diese Maßnahmen werden ab sofort ins Leben integriert. Sie bilden die Basis für alle weiteren medikamentösen Maßnahmen.

Ressort: Schülertexte

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