Nord-Ostsee-Kanal

Ein Meisterwerk ist am Ende

Bernhard Honnigfort

Von Bernhard Honnigfort

Mo, 22. April 2013

Deutschland

Der Nord-Ostsee-Kanal ist der meistbefahrene Kanal der Welt, doch die altersschwachen Schleusen sind kaputt, und technische Tücken erschweren die Reparatur.

Die Vohburg aus Antigua und Barbuda ist unterwegs, ein 140 Meter langes Containerschiff, es geht Richtung Ostsee nach Aarhus. Die Eit Palmina, auch aus Antigua, auch ein Containerriese, 142 Meter lang, brummt durch den Kanal, es geht nach Kiel. Die Mozart, ein 94 Meter langer Tanker, muss nach Wismar, die Pegasus, ein herrliches altes Segelschiff aus Holland, fährt gerade nach Kiel. Es ist mal wieder eine Menge los im Nord-Ostsee-Kanal an diesem sonnigen Frühlingsmorgen. Bis zum Abend werden etwa 100 Schiffe das 98 Kilometer lange Stück zwischen Brunsbüttel an der Nordsee und Kiel-Holtenau an der Ostsee passiert haben. Sechs, sieben Stunden dauert die Passage.

Der Containerfrachter Morsum hat gerade die große Schleuse in Brunsbüttel Richtung Nordsee verlassen, das mächtige Tor schließt sich langsam und leise kreischend. "Hören Sie das?", fragt Thomas Fischer. "Spüren Sie das leichte Gerumpel?" Es ist nicht zu überhören. Fischer kennt sich bestens aus. Der munter schnackende Norddeutsche, 46 Jahre alt, arbeitet beim Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel. Dort gilt Schichtbetrieb rund um die Uhr, geschleust wird Tag und Nacht.

"Wir machen Schifffahrt möglich", wirbt die Bundesbehörde für sich, und da stimmt mal jedes Wort. Damit der Spruch Wahrheit bleibt, muss demnächst ...

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