Ein Rückschlag zu viel

Werner Hornig

Von Werner Hornig

Di, 03. März 2020

Landesliga Süd

Die Landesliga-Handballer der HSG Dreiland können Relegationsplatz zwei wohl abschreiben – Maulburg/Steinen mutig, aber punktlos.

LÖRRACH/MAULBURG. Nachdem sie den Klassenerhalt gesichert hatten, wollten sie die vorderen Tabellenplätze ins Visier nehmen. Doch gleich der Beginn einer Aufholjagd in Richtung Platz zwei misslang den Landesliga-Handballern der HSG Dreiland. Und die SG Maulburg/Steinen? Der Aufsteiger machte es Favorit St. Georgen schwer, verpasste aber die Wende.

TuS Ringsheim – HSG Dreiland 26:25 (15:11). Es war ein großer Rückschlag im Kampf um Platz zwei für die HSG Dreiland, "eine mehr als ärgerliche Niederlage", kommentierte HSG-Coach Igor Bojic das 25:26 (11:15) beim TuS Ringsheim, der zu den Clubs zählt, die es zu schlagen gilt, will man sich an die oberen Bereiche heranpirschen. Tabellenführer HU Freiburg ist für den Rest der Landesliga uneinholbar, doch auch der Rückstand auf Relegationsplatz zwei, den zur Zeit der TV St. Georgen besetzt, wuchs für die Dreiländer wieder auf sieben Zähler an. Die Niederlage dürfte ein letztlich entscheidender Rückschlag für die HSG gewesen zu sein. Bei noch sieben ausstehenden Partien zur Spitzengruppe noch drei Siege aufzuholen, ist ein nahezu unlösbares Unterfangen für die Weil-Lörracher.

Trainer Bojic: "Haben zu viele Möglichkeiten liegengelassen."

Nachdem die Anfangsphase verschlafen wurde (3:7/8.), kamen die Gäste zwar bis zur 17. Minute zum Ausgleich (9:9). Doch in der Folge waren es wieder die Hausherren, die einen Vorsprung aufbauen konnten. In den letzten 15 Minuten wurde es spannend, als die HSG einen Vier-Tore-Rückstand (18:22) fast egalisiert hatte (24:25/58.). Aber in der entscheidenden Phase blieben Top-Chancen ungenutzt. "Wir haben zu viele gute Möglichkeiten liegengelassen", befand Bojic.

Tore HSG: Müller 7, Ludwig 5/2, P. Weber 4/1, Hopp 3, Knössel 3, Bödeker 1, N. Weber 1, Schamberger 1. Spielfilm: 7:3 (8.), 9:9 (17.), 11:10 (22.), 14:10 (27.), 15:11 – 16:16 (34.), 21:17 (44.), 24:23 (55.), 26:25.

TV St. Georgen – SG Maulburg/Steinen 30:26 (16:14). Auch wenn die SG Maulburg/Steinen ihre sechste Partie in diesem Jahr verlor, zog SG-Shooter Andrè Leuchtmann, der den verhinderten Trainer Frank Andris an der Seitenlinie vertrat, ein positives Fazit. "Es war ein sehr gutes Spiel von uns. Leider hatten wir die eine oder andere Schwächeperiode", sagte er, zudem hätten "am Ende uns auch die Schiedsrichter etwas aus dem Spiel genommen".

Mitte der ersten Halbzeit rieben sich selbst die Zuschauer des gastgebenden TV etwas verwundert die Augen. Denn mit dem selbstbewussten Auftreten der Gäste, die nach 17 Minuten mit 9:8 in Führung lagen, hatte man wohl kaum gerechnet. Insbesondere die SG-Schlussmänner Eike Nasdala und Rubens Freuschle hielten die Wiesentäler mit starken Leistungen im Spiel. Es wäre ein besseres Halbzeit-Ergebnis (14:16) möglich gewesen. "Leider haben wir in der Offensive gute Chancen versemmelt", sagte Leuchtmann.

Nach der Pause wuchs der Rückstand zeitweise auf sechs Treffer an (19:25/53.), doch die SG blieb mutig, verkürzte bis zur 58. Spielminute auf 24:26. Zur Wende sollte es allerdings nicht mehr reichen, der Favorit aus dem Schwarzwald brachte die Partie mit 30:26 nach Hause. "Es war unser stärkstes Auswärtsspiel. Jetzt freuen wir uns auf das Derby bei der HSG Dreiland am Samstag", sagte Leuchtmann.

Tore SG: Bülow 7, Knoblich 7/4, Leuchtmann 6, Störk 2, Lindner 2, Eichin 1, Tiedtke 1. Spielfilm: 2:2 (7.), 7:4 (12.), 8:9 (17.), 14:10 (24.), 16:14 – 20:16 (37.), 23:!8 (43.), 25:19 (53.), 26:24 (58.), 30:26.