Ein Zeichen der Kraft setzen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 16. Mai 2020

Klassik

Salzburger Festspiele zuversichtlich für modifiziertes Programm.

Das Zögern der Verantwortlichen, die Salzburger Festspiele frühzeitig abzusagen, scheint sich gelohnt zu haben. Gestern kündigte die österreichische Regierung in Gestalt von Vizekanzler Kogler und Bundesminister Anschober an, dass ab August wieder Veranstaltungen bis zu 1000 Zuschauern möglich sein sollen, wenn der Veranstalter ein adäquates Sicherheitskonzept vorlegen kann. Für das Direktorium der Festspiele mit dessen Präsidentin Helga Rabl-Stadler, dem Intendanten Markus Hinterhäuser und dem Kaufmännischen Direktor Lukas Crepaz bedeutet das die Hoffnung auf ein modifiziertes Programm im 100. Jahr des von Hugo von Hofmannsthal gegründeten Festivals. Die Festspiele, heißt es in einer Pressemitteilung, "freuen sich, dass nach langen Wochen ohne Live-Erlebnisse Künstlerinnen und Künstler das Publikum wieder zu gemeinsamen Kunsterlebnissen einladen können". Was wirklich möglich sein werde, könne allerdings erst nach Vorliegen der Verordnung ausgelotet werden. Es müsse insbesondere geklärt werden, unter welchen Bedingungen szenische Proben und Auftritte von Orchestern und Chören ermöglicht werden könnten.

Sicher sei, dass die Festspiele nicht in dem Umfang, wie vor Ausbruch der Pandemie vorgesehen, stattfinden könnten. Das geänderte Programm soll im Juni veröffentlicht werden. Die Festspiele, heißt es weiter, seien guten Mutes, "dass sie trotz Corona ein Zeichen für die Kraft der Kunst setzen können".