Eine Messe will Lust auf Bio machen

Juliana Eiland-Jung

Von Juliana Eiland-Jung

Do, 21. Oktober 2021

Offenburg

Landwirtschaftsminister Hauk eröffnet neue "Bio-Agrar" der Messe Offenburg / Premiere gelungen.

(ej). Mit Grußworten von Landwirtschaftsminister Peter Hauk und Oberbürgermeister Marco Steffens ist am Donnerstag die virtuelle Messe Bio-Agrar eröffnet worden. Zu den Vorträgen hatten sich am ersten Kongresstag mehr als 320 Teilnehmer angemeldet. Im kommenden Jahr soll die Bio-Agrar-Messe vor Ort in Offenburg stattfinden.

Geschäftsführerin Sandra Kircher stellte die erstmals angebotene Eigenveranstaltung der Messe Offenburg vor als "Angebot mit Praxisbezug", das sich an konventionell wirtschaftende, Biolandwirte und alle auf dem Weg dazwischen richte. Die beiden Veranstaltungstage bieten von Grundlagenwissen zur Umstellung auf biologische Erzeugung bis hin zu Spezialvorträgen, zum Beispiel über Möglichkeiten, im Kräuteranbau weniger Torf einzusetzen oder zur "Apfelwickler-Strategie im Bio-Anbau" fast vierzig Vorträge. Es geht auch um die Vermarktung der Bio-Erzeugnisse, betonte Peter Hauk, Minister für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg. Er dankte der Messe Offenburg und der Stadt, dass sie mit der Bio-Agrar "Lust auf Bio machen". Die Landesregierung sei daran interessiert, "ein starkes Netzwerk von Akteuren aufzubauen und die Verbrauchernachfrage zu fördern". Es gelte, "biologisch und regional erzeugte Waren sichtbar zu machen". Das Ziel, 30 bis 40 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche biologisch zu bewirtschaften, lasse sich nur erreichen, wenn verlässliche Wertschöpfungsketten geschaffen werden.

"Bio ist ein positiver Trend im Land und eine einzelbetriebliche Entscheidung", die sich für den Landwirt rechnen müsse. Potential für eine Nachfragesteigerung sieht Hauk unter anderem in der Außer-Haus-Verpflegung. Dass er beim Verweis auf das Landesprogramm Bio-Musterregion Freiburg statt "Mittelbaden+" nannte, zu der die Ortenau gehört, lässt sich vielleicht im kommenden Jahr klarstellen. Einen Besuch hat er jedenfalls schon einmal angekündigt.

Der Offenburger Oberbürgermeister Marco Steffens verwies auf den Beitrag der Stadt für mehr Biodiversität in der Bewirtschaftung des Stadtgrüns und der Unterstützung für das Hochschulprojekt "Landwirtschaft 5.0". Bei der TBO sei eine Machbarkeitsstudie in Arbeit, um zu klären, ob die Stadt selbst Produzent von Pflanzenkohle werden könne. Eingesetzt wird die als CO²-Speicher dienende Pflanzenkohle bereits.