Kanaren

El Hierro bietet Ruhe, schöne Wanderwege und allerlei Wunderliches

Anita Fertl

Von Anita Fertl

So, 26. Januar 2020 um 18:23 Uhr

Reise

BZ-Plus Ein Tanga und ein Wanderstiefel, ein etwas aus der Form geratenes Herz und gar ein gebrochenes Schlüsselbein – das ist es, was viele beim Anblick der Landkarte mit der Kanareninsel El Hierro assoziieren.

Dort, wo der Atlantik temperamentvoll auf das Vulkangestein klatscht, endet Europa und ehe Christoph Kolumbus neues Land entdeckte, sogar die ganze Welt. Das ist gefühlt auch heute noch ein bisschen so. Zum Glück. Denn während über die anderen Kanareninseln die Besucherströme hinwegwalzen wie der Passat über die El-Hierro-Hochebene, beherbergte die kleinste Insel des Archipels zuletzt jährlich nur rund 20 000 Urlauber.

Bizarre Lavafelder und urzeitliche Tiere
Auf gerade mal 270 Quadratkilometer bringt es das Eiland und ist dennoch eine wahre Schatzinsel, die 2000 zum Biosphärengebiet erklärt wurde. An der Südspitze La Restinga gehen Taucher in die Tiefe, um in eine Fischkinderstube zu spähen, die nach einem 2011 ausgebrochenen, unterseeischen Vulkan wieder neu entstanden ist. Die Ruhe und die landschaftliche Vielfalt wissen Wanderer zu schätzen, mit bizarren Lavafeldern, dichten Lorbeer- und Kiefernwäldern oder saftigen Weiden. Dazu kommen ungewöhnliche Lebewesen wie Wolkenmelker oder urzeitliche Tiere, Gottheiten, die Wasser brachten, das einst kleinste Hotel der Welt, Heiligtümer mit Ästen und ein ambitioniertes Ökoprojekt.

Doch halt, stopp. Man sollte bei null anfangen, bei dem Punkt, den Claudius Ptolemäus anno 150 als Längengrad Null an den westlichsten Zipfel der Insel packte. Der Minibus hält, entlässt unsere Wandergruppe ins Freie, die zwar noch nicht am Startpunkt angekommen ist, doch schnell nach draußen drängt. Kein Wunder: Am Fuße des mit Wolfsmilchgewächsen übersäten Hangs hebt sich aus dem sanften, tiefblauen Meerteppich ein auf rotleuchtende Lavaerde gesetzter Vulkankegel.

"Es war das ...

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