Historischer Zwischenfall

Die Zabern-Affäre ließ im Elsass eine Wunde aufplatzen

Bärbel Nückles

Von Bärbel Nückles

Mi, 13. November 2013 um 15:14 Uhr

Elsass

Die Beleidigung der Elsässer durch einen deutschen Leutnant vor hundert Jahren wuchs sich fast zu einer Staatskrise aus. Der peinliche Vorfall schlug Wellen weit über die lokale Presse hinaus.

"Wird man das Kind noch lange ohne Aufsicht lassen?" So spottete Kurt Tucholsky über einen jungen preußischen Leutnant, der sich in der elsässischen Garnisonsstadt Saverne vor 100 Jahren als Besatzer aufgespielt hatte. Den Schriftsteller Heinrich Mann inspirierte die "Zabern-Affäre" in seinem "Untertan" zu seiner Parodie des Obrigkeitsstaats. "Aus heutiger Sicht handelt es sich um einen zunächst wenig bedeutungsvollen Zwischenfall", sagt Pierre Vonau, ehemaliger Geschichtslehrer und Stadtarchivar von Saverne.

"Dadurch, dass die Presse in ganz Europa den Fall aufgegriffen hat, schlug die Angelegenheit letztlich Wellen bis nach Berlin." Was war in Saverne – damals Zabern – passiert, jenem ruhigen Städtchen im seit 1871 vom Deutschen Kaiserreich annektierten Elsass-Lothringen?

Leutnant Günter Freiherr von Forstner setzt am 28. Oktober ...

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