Elternbeirat äußert Kritik

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 10. März 2021

Leserbriefe Hochschwarzwald

Abrechnung der Notbetreuung.

Die Regelung der Stadt Löffingen zur Abrechnung der Notbetreuung in Kindergärten und Kleinkindgruppen orientiert sich an einem Vorschlag des Gemeindetags. Danach zahlen Eltern, die ihre Kinder an weniger als 50 Prozent der Wochentage in die Notbetreuung gebracht haben, 50 Prozent des regulären Gebührenbetrags, Eltern, bei mehr als 50 Prozent, den vollen Betrag. Daran stört sich der Elternbeirat des Kindergartens Maximus in Löffingen. Denn beiden Elterngruppen sei gemein, dass sie durch diese Regel in vielen Fällen für Betreuungstage bezahlen, die nicht in Anspruch genommen werden konnten.

Vorab mussten die Betreuungstage durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers genau festgelegt werden. Dadurch müssen Eltern, die ihr Kind an drei Wochentagen in der Betreuung hatten, für fünf Wochentage bezahlen. Auch musste bei Betreuungsbedarf außerhalb der festgelegten Tage oft die Großeltern einspringen oder es entstanden Kosten durch einen Babysitter, so der Elternbeirat in einem Schreiben. Damit der städtische Aufwand bei der Abrechnung auf erträglichem Maße bleibe, müssten nun viele Familien in Löffingen und den Ortsteilen für vertraglich vereinbarte Leistungen bezahlen, die nur teilweise erfüllt wurden. Die Notbetreuung wurde von Eltern in Anspruch genommen, die zur Ausübung ihres Berufs darauf angewiesen waren. Und die hätten sich entscheiden müssen, ohne vorab über die Kosten in Kenntnis gesetzt worden zu sein. Selbstverständlich seien Familien bereit, für die Betreuung ihrer Kinder zu bezahlen, aber die Festsetzung der Gebühren sollte der in Anspruch genommenen Betreuungszeit entsprechen, so der Elternbeirat.