Windräder haben fleißig gearbeitet

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 05. Mai 2020

Elzach

Windpark Prechtaler Schanze erzeugt laut Betreiber jährlich den Strom für rund 10 000 Haushalte.

ELZACH/SCHONACH (BZ). Der Windpark Prechtaler Schanze mit seinen sechs Anlagen "produzierte für 2019 erneut Rekorderträge und übertrifft damit alle Ertragsprognosen", heißt es in einer Pressemitteilung von der Windkraft Schonach GmbH und vom E-Werk Mittelbaden.

Das seien Rekorderträge, so die Betreiber. Der Windpark Prechtaler Schanze, an der Gemarkungs- und Kreisgrenze gelegen, habe mit einem Windpotenzial von 6,5 bis 6,8 Meter pro Sekunde im Jahr 2019 "rund 48 000 Megawattstunden CO2-freien Strom produziert. Damit erhöhen sich die erzielten Erträge im Vergleich zu den früheren Betriebsjahren erneut um drei Prozent."

Werde zusätzlich berücksichtigt, dass der Windpark wegen Wartungsarbeiten im Herbst an einigen Tagen nicht produzieren konnte, "hätten die Anlagen annähernd 50 000 Megawattstunden erreicht", schreibt Gerhard Kienzler, Geschäftsführer der Windkraft Schonach GmbH, in der Meldung. Diese Zahlen würden nicht nur die Effizienz der Windenergie im Schwarzwald aufzeigen, sondern auch einen Beitrag zur regionalen Energiewende leisten. Die immer wieder zitierten Volllaststunden von Windenergieanlagen im Schwarzwald lägen bei der Prechtaler Schanze bei mehr als 2700 Stunden im Jahr, "und nicht, wie immer wieder behauptet wird, unter 1000 Stunden", schreibt der Betreiber. Von 2015 bis 2019 erwirtschaftete der Windpark Gewerbesteuereinnahmen in sechsstelliger Höhe pro Jahr für die angrenzenden Gemeinden. Der Jahresertrag des Windparks entspreche dem Stromverbrauch im Jahresdurchschnitt von mehr als 10 000 Privathaushalten. Die Gesamtleistung der sechs Windenergieanlagen beträgt maximal 18 Megawatt. Durch den Windpark Prechtaler Schanze würden rund 50 000 Tonnen CO2 vermieden, während der gesamten Betriebsdauer von mehr als 25 Jahren würden 1,25 Millionen Tonnen CO2 eingespart gegenüber dem aktuellen Strommix in Deutschland.

Seit der Inbetriebnahme habe es keine Beschwerden mehr gegeben. Dies unterstreiche die Tatsache, dass die Befürchtungen aus der Bevölkerung während der
Projektentwicklungsphase ernst genommen werden und der Windpark gut akzeptiert ist.

Bundesweit haben die erneuerbaren Energieträger 2020 bisher 53,8 Prozent des ins öffentliche Netz eingespeisten Stroms erbracht. Im Februar lag dieser Anteil bisher sogar bei 62,3 Prozent.