Nach der Blütezeit kam das Aus für das Kloster

Hans-Jürgen Günther

Von Hans-Jürgen Günther

Sa, 30. April 2011

Emmendingen

BZ-SERIE 850 JAHRE KLOSTER TENNENBACH: Im Raum Freiburg finden sich noch viele Originale aus Tennenbach, obwohl die alte Ludwigskirche nicht mehr steht.

EMMENDINGEN. Die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts war in der über 600-jährigen Geschichte der Abtei Tennenbach eine Blütezeit. Doch 1806 erstarb die Blüte jäh durch jenen eiskalten machtpolitischen Schnitt, die sogenannte Säkularisation.

Die "Abwicklung" der Klosterauflösung erfolgte zügig: Ausweisung der Mönche mit Minimalpension, Totalräumung des Klosters, hohe Gewinne bringende Auktionen und Verkäufe - das alles war in wenigen Jahren abgeschlossen.

Der Verfall der Klosteranlagen begann, als 1813/14 während der Befreiungskriege eine Heerschar von mehr als 2000 kranken Soldaten das kleine Tennenbacher Tal gleichsam überflutete. In unvorstellbarer Enge und quasi ohne ärztliche Versorgung hielt nach Ausbruch einer fieberhaften Seuche der Tod reiche Ernte. Nach einem halben Jahr waren die Schmerzensschreie von über 1500 jungen Männern für immer verstummt. Ein Gedenkstein erhebt sich ...

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