Erinnerungsstücke zeugen von Qualität

Anne Freyer

Von Anne Freyer

Fr, 18. Oktober 2019

Pfaffenweiler

Batzenberger Winzerkapelle blickt auf ihre 225-jährige Geschichte.

PFAFFENWEILER. Die Lust am Musizieren führte im Jahr 1794 zur Gründung des Pfaffenweiler Musikvereins, der deshalb als Batzenberger Winzerkapelle in diesem Jahr seinen 225. Geburtstag feiern konnte. Anlässlich dieses Jubiläums hatte die Kapelle unter dem Motto "Herbstzeitlos" zu einem geselligen Beisammensein mit Musik, Bewirtung und Ausstellung in die Batzenberghalle eingeladen.

Wie eng verbunden mit der Pfaffenweiler Ortsgeschichte die Batzenberger Winzerkapelle ist, wurde deutlich angesichts der Zeugnisse in Bild, Schrift und Erinnerungsstücken aus Stein, die im Foyer zu bewundern waren. Nicht nur die Musiker, sondern das ganze Dorf hatte laut Karin Horst vom Leitungsteam Speicher, Keller und alte Schränke durchforstet und so manches Erinnerungsstück zutage gefördert, das nun Zeugnis ablegte über die bewegte Geschichte des Vereins. Man fand keine Dokumente aus der Gründungszeit, dafür aber in der Folge immer mehr bis hin zu Videoaufnahmen aus jüngster Vergangenheit. So erinnert ein in Pfaffenweiler Kalkstein gehauenes Ensemble an einen verdienten Dirigenten. Es zeigt die Verbundenheit mit der traditionellen Steinhauer-Gruppe. Eine liebevoll in Holz und Gips gestaltete Musikergruppe spiegelt die Freude eines Fans wider, dass es die Kapelle überhaupt gibt. Dazu legten Urkunden Zeugnis ab von der Qualität des Ensembles, das bei verschiedenen Anlässen und Wettbewerben glänzte und etwa die "Pro-Musica-Plakette" (1969) oder die "Conradin-Kreutzer-Tafel" (2004) mit nach Hause bringen konnte. Belegt sind auch die Teilnahme am Kreis-Trachtenfest 1979 und die Weihe der Vereinsfahne 1984. Aus neuerer Zeit gibt es Fotos und Videofilme von den vielen Ausflügen in andere Teile Deutschlands bis hin zu Aufenthalten in England und Amerika.

Das gemeinsame Mittagessen, zu dem sich die Pfaffenweiler in großer Zahl in der Batzenberghalle eingefunden hatten, begleitete die Kapelle unter der Leitung von Nicholas Reed mit flotten Weisen aus dem Repertoire, das sowohl klassische Blasmusik – Märsche, Polkas, Walzer – als auch Weltmusik umfasst.