Kaiserstuhlbahn

Erste Vorarbeiten für weniger Kurvenlärm auf der Breisgau-S-Bahn

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 12. März 2021 um 17:25 Uhr

Endingen

Wenn die Breisgau-S-Bahn zwischen Kaiserstuhl und Freiburg durch enge Kurven fährt, kreischt es. Das soll anders werden, versprachen Land und Zweckverband. Jetzt ist man einen Schritt weiter.

Ab Sommer soll das Kurvenkreischen auf der Kaiserstuhlbahn und der Breisacher Bahn der Vergangenheit angehören. Dafür investieren das Land und der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) an elf Stellen zwischen Riegel, Endingen, Gottenheim und Freiburg in Schienen-Schmierungs-Anlagen(die BZ berichtete). Jetzt haben sich Land und ZRF auch bei den Kosten geeinigt, wie das Verkehrsministerium und der Grünen-Abgeordnete Alexander Schoch mitteilen.

Fettfilm auf den Schienen in engen Gleisbögen

Bislang erzeugen die neuen Fahrzeuge auf der Breisgau-S-Bahn vor allem in sehr engen Kurven laute, schrille Geräusche. Das sollen künftig sogenannte "Schienenkopfkonditionierungsanlagen" an den Gleisen verhindern. Dabei wird in engen Gleisbögen Fett auf die Schienen aufgetragen. Die Radkränze der Fahrzeuge verteilen das Fett als Film über den gesamten Gleisbogen.

Nachrüstung kostet rund 850 000 Euro

Land und ZRF investieren nach eigenen Angaben 850 000 Euro in diese Nachrüstung der Strecken. Das Land trägt 80 Prozent der Kosten, der ZRF die restlichen 20 Prozent. Der Verband organisiert zusammen mit SWEG und DB Netz AG die Beschaffung und den Einbau. Der entsprechende Finanzierungsvertrag sei unterzeichnet, teilten Ministerium und ZRF am Donnerstag mit.

Verweis auf gute Erfahrungen auf der Münstertalbahn

"Wir freuen uns, dass wir mit dieser Mitfinanzierung zur Reduzierung des Lärms beitragen können", wird Ministerialdirektor Uwe Lahl zitiert. SWEG und DB obliegt Betrieb und Wartung der Anlagen an ihren Strecken.Der ZRF-Vorsitzende und Emmendinger Landrat Hanno Hurth ist zuversichtlich und verweist auf gute Erfahrungen mit ähnlichen Anlagen auf der Münstertalbahn.

Bereits Anfang März wurden laut Pressemitteilung die Schienen an den elf Stellen, an denen die Anlagen eingebaut werden, geschliffen. Zurzeit laufe die Ausschreibung für die Anlagen.