Rollatoren

Es gibt da einen Konstruktionsfehler

Peter Bender

Von Peter Bender (Gundelfingen)

Mi, 17. Februar 2021

Leserbriefe

Zu: "Wieder aktiver im Leben sein", Agenturbeitrag (BZ-Extra, 28. Januar)

Ich begrüße es, dass die Badische Zeitung einen Bericht über den Umgang mit dem Rollator gebracht hat. Vermisst habe ich leider einen Hinweis auf zwei wesentliche nützliche Eigenschaften des Rollators, jedenfalls der mir bekannten Modelle. Rollatoren haben einen Behälter, in dem man Einkäufe oder andere Gegenstände, die zu tragen einem behinderten Menschen beschwerlich oder unmöglich wäre, transportieren kann, und man kann einen Sitz herausklappen, der es einem gehbehinderten Menschen ermöglicht, längere Wege zurückzulegen, ohne unterwegs auf Bänke zum Ausruhen angewiesen zu sein. Man führt also immer seinen Sitzplatz mit sich.

Hinweisen muss ich jedoch auf einen bedenklichen Konstruktionsfehler, den alle mir bekannt gewordenen Rollatoren haben. Wer als gehbehinderter Mensch ins Straucheln gerät, was insbesondere dadurch passieren kann, dass ihm der Blick auf den Weg vor ihm durch den Rollator eingeschränkt ist, versucht sich instinktiv am Rollator festzuhalten. Der aber entgleitet ihm, und dann ist ein Sturz fast unvermeidlich. Zwar hat der Rollator eine Feststellbremse, aber diese in einem Sekundenbruchteil zu betätigen, wird kaum gelingen. Deshalb meine Idee: Maschinen und Geräte, deren Betrieb mit einer Gefährdung verbunden ist, haben oft eine "umgekehrte Feststellbremse". Solange man sie in der Hand hält, läuft die Maschine. Lässt man los, löst dies sofort die Bremse aus. Peter Bender, Gundelfingen