Wintersport

Es gibt genügend Schnee für den Weltcup der Skispringer in Titisee-Neustadt

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Do, 09. Januar 2020 um 12:00 Uhr

Skispringen

Es sieht gut aus für den Weltcup der Skispringer in Titisee-Neustadt: Sie können – Stand jetzt – am 18. und 19. Januar vom Bakken gehen. Die Organisatoren haben genug Schnee geschossen.

Die Serie der Wintersport-Weltcups im Hochschwarzwald beginnt diesmal spät, und sie fällt einmal mehr in einen schneearmen Winter. Niederschläge gab es kaum, und sie sind auch nicht in Sicht. In Titisee-Neustadt waren einige Nächte aber kalt genug, um Maschinenschnee erzeugen zu können. Zwischen den Jahren nahmen die Schneilanzen an der Hochfirstschanze regelmäßig ihren Betrieb auf.

"Einmal konnten wir bis morgens um 11 Uhr Schnee schießen." Organisationschef Joachim Häfker
"Einmal konnten wir sogar bis morgens um 11 Uhr Schnee schießen", berichtet Joachim Häfker, der Organisationschef für den Doppel-Weltcup der Skispringer in anderthalb Wochen. Am Samstag, 18. Januar, gehen die Weitenjäger von 16 Uhr an vom Bakken im Schmiedsbachtal südlich von Titisee-Neustadt. Am Sonntag starten sie bereits um 15.15 Uhr.

Am Donnerstagmorgen reiste der sogenannte Schnee-Kontrolleur des Internationalen Ski-Verbands (FIS) in den Hochschwarzwald, um die Lage zu prüfen. Sein Urteil: Der Schnee reicht. "Wir haben Grünes Licht", sagte Häfker am Mittag der Badischen Zeitung.

Schon der zehnte Weltcup in der Wälderstadt

Es ist schon der zehnte Weltcup, den die Wälderstadt mit rund 800 freiwilligen Helferinnen und Helfern über die Bühne bringen will. Wichtig ist, dass nächste Woche kein Dauerregen fällt. Im Dezember 2018 hatten die Helfer die Schanze schon fix und fertig präpariert. Starkregen und warme Temperaturen setzten dem Schneeteppich dann aber so zu, dass Teile abrutschten am Aufsprunghügel. Die Wettkämpfe mussten damals abgesagt werden.

Diesmal soll alles glatt gehen. "Ich hoffe auf sehr viele Zuschauer", sagt Häfker. An den beiden Wettkampftagen werden wieder mehr als 10000 Skisprung-Fans im Schmiedsbachtal erwartet.

Für die Crosser am Feldberg braucht’s noch Schnee

Auch am Feldberg laufen die Vorbereitungen für die Weltcups auf Hochtouren. Am 1. und 2. Februar sollen die Snowboardcrosser auf einer Spezialpiste am Seebuck zu Tal sausen, eine Woche später die weltbesten Skicrosser. Für die Spezialpiste mit ihren Wellen und Steilkurven wird allerdings ungleich mehr weißes Gold gebraucht als für die Präparierung einer Sprungschanze.

"Wir benötigen schon noch weiteren Schnee für die beiden Weltcup-Veranstaltungen", sagt Herbert Kreuz, Sprecher der Hochschwarzwald Tourismus GmbH. Ein Kontrolleur des Weltverbands FIS werde am 20. Januar zunächst prüfen, ob der Schnee für die Snowboardcrosser ausreicht. Bis zum zweiten Februar-Wochenende ist es dann noch ein bisschen hin. Gegenwärtig, so Kreuz, seien "15 Lifte im Liftverbund Feldberg in Betrieb und wir haben bis zu 30 Zentimeter Schnee." Im Augenblick gingen alle Beteiligten davon aus, "dass wir auch in diesem Jahr die Wintersportfans mit hochklassigen Rennen begeistern können".
Mehr Infos: hochschwarzwald.de

Letzter Weltcup im Kalender der Saison 2019/2020 soll Mitte März dann wieder der Schwarzwaldpokal in Schonach sein. Vom 13. bis 15. März 2020 wollen die Nordischen Kombinierer einmal mehr ihr Weltcup-Finale im Skidorf austragen.
Mehr Infos: schwarzwaldpokal.de.