"Es gibt noch immer Ungleichheit"

Nina Witwicki

Von Nina Witwicki

Do, 09. Juli 2015

Freiburg

BZ-INTERVIEW mit Martina Hocke und Miriam Krell vom feministischen Verein Tritta über die Weiterentwicklung der Freiburger Leitlinien zur Mädchenarbeit.

Im Jahr 1997 verabschiedete die Stadt Freiburg, basierend auf dem neu erlassenen Kinder- und Jugendhilfegesetz, die sogenannten Freiburger Leitlinien zur Mädchenarbeit. Diese Leitlinien werden nun überarbeitet und stellen eine Anleitung für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe dar, um sicher zu stellen, dass die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen gefördert wird, Mädchen in ihren unterschiedlichen Lebenslagen unterstützt und Benachteiligungen abgebaut werden. Tritta, der Verein für feministische Mädchenarbeit, war von Anfang an dabei und entwickelte Ende der 90er Jahre mit Stadträten und fachkundigen Jugendarbeitern die Leitlinien Freiburgs. Nina Witwicki sprach mit Martina Hocke, Sozialpädagogin, und Miriam Krell, Diplom-Psychologin, von Tritta.

BZ: Was genau sind die "Freiburger Leitlinien zur Mädchenarbeit" und wie entstanden sie?

Hocke: Anfang der 90er Jahre wurde von der Bundesregierung das neue Kinder- und Jugendhilfegesetz erlassen, in dem verankert wurde, dass alle Leistungen der Jugendhilfe geschlechtergerecht gestaltet sein müssen. Die Stadt Freiburg entschied sich, dieses Gesetz zu konkretisieren, um Mädchen mehr Raum für sich zu schaffen. Im Kinder- und Jugendhilfe-Ausschuss entwickelten wir dann die Leitlinien. Darin steht beispielsweise, dass sich Jugendhilfeeinrichtungen aktiv für die Interessen von Mädchen engagieren sollen und die Lebensbedingungen von Jungen und Mädchen ...

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