"Es passt einfach"

René Kübler

Von René Kübler

Fr, 19. März 2021

SC Freiburg

Kapitän Christian Günter verlängert seinen Vertrag beim SC Freiburg vorzeitig.

. Er ist so etwas wie das Aushängeschild des SC Freiburg. Eigengewächs, Leistungsträger, Dauerbrenner und Kapitän. Nun hat Christian Günter seinen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten vorzeitig verlängert. Über Inhalte wurde wie immer Stillschweigen vereinbart.

Christian Günter spielt bereits seit der C-Jugend für den SC Freiburg. Die Geschichten über die zahllosen Anreisen aus Tennenbronn zu Training und Spielen sind bekannt. Und schon früh, als der heute 28-Jährige noch Jugendspieler war, schwärmte sein Trainer Christian Streich von der herausragenden Mentalität Günters – und prophezeite diesem den Weg in den Profifußball.

Streich sollte Recht behalten – und profitiert bis heute selbst davon. Inzwischen bringt es der Linksverteidiger auf 284 Pflichtspiele für die SC-Profis – nur Andreas Zeyer, Karl-Heinz Schulz und Rolf Maier können mehr Einsätze im SC-Trikot vorweisen. Seit dieser Saison ist Christian Günter zudem Kapitän der Mannschaft. Aus gutem Grund.

"Wille, Leistung, Sozialkompetenz und ein offener Umgang zeichnen Christian aus. Auf dem Platz hat er Jahr für Jahr einen Schritt nach vorne gemacht und so immer wieder ein neues, höheres Level erreicht", schwärmt Sportdirektor Klemens Hartenbach in der Pressemitteilung zur Vertragsverlängerung über einen der Freiburger Lieblingsfußballschüler. "Christian Günter ist für uns in der täglichen Zusammenarbeit ein unglaublich wichtiger Spieler und Mensch. Deshalb freuen wir uns wirklich sehr, dass wir den Freiburger Weg gemeinsam weitergehen."

An anderweitigen Interessenten dürfte es auch diesmal nicht gemangelt haben. Schließlich sind linke Außenverteidiger von einer gewissen Güte rar in Deutschland. Besonders dann, wenn sie so konstant auf hohem Niveau agieren wie der bislang einmalige A-Nationalspieler. Rechnet man diese und die vorherigen drei Bundesliga-Spielzeiten zusammen, hat Günter gerade Mal zwei Spiele verpasst. Ein Glück für ihn, vor allem aber für seinen Arbeitgeber. Weniger erfreulich ist seine Dauerpräsenz für interne Kontrahenten, die chancenlos sind.

Trotz dieser Qualitäten hat sich Günter ein weiteres Mal dafür entschieden, beim Sportclub zu bleiben. "Ich habe noch immer das Gefühl, dass hier noch einiges geht und meine persönliche Entwicklung sowie die Entwicklung der Mannschaft lange nicht zu Ende ist", erklärt er: "Mit diesem Gefühl möchte ich als Kapitän weiter vorangehen. Zudem ist es viel wert, seinem Beruf und seiner Leidenschaft in der Heimat nachgehen zu dürfen. Es passt einfach."