Europaspiele

Ex-USC-Basketballerin Satou Sabally: "Können ganz oben mitspielen"

gg, dpa

Von Georg Gulde & dpa

Mo, 24. Juni 2019 um 21:05 Uhr

Basketball

Bei den Europaspielen in Minsk erreichen die deutschen Basketballerinnen mit den Ex-Freiburgerinnen Satou Sabally und Svenja Brunckhorst im neuen Format drei gegen drei den vierten Rang.

Das deutsche Frauen-Basketball-Team im Drei-gegen-drei-Wettbewerb hat bei den Europaspielen in Minsk die Bronzemedaille verpasst. der Mannschaft gehörten zwei ehemalige Spielerinnen des USC Freiburg an.

Die Mannschaft um die für die Universität Oregon spielende Berlinerin Satou Sabally, die von 2015 an für zwei Spielzeiten beim USC Freiburg unter Vertrag stand, verlor die Partie um Rang drei mit 16:21 gegen Gastgeber Weißrussland. Erfolgreichste Schützin waren Ama Degbeon und die ebenfalls einmal in Freiburg spielende Svenja Brunckhorst (je 5). Zudem gehörte dem Team noch Sonja Greinacher an.

"Wir nehmen mit, dass wir ganz oben mitspielen können", sagte Sabally. "Wir müssen aber physischer spielen." Die Weißrussinnen setzten sich mit ihrer harten Gangart durch. Nach makelloser Vorrunde und einem 20:11-Sieg im Viertelfinale gegen Spanien unterlag die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes im Halbfinale mit 10:11 gegen Frankreich.

Die neuformierte Mannschaft hat Erfahrungen auf dem Weg zu den Spielen 2020 in Tokio gesammelt. Dort gehört die Variante mit Dreierteams, die auf einen Korb spielen, zum ersten Mal zum olympischen Programm.

Timo Boll sowie das deutsche Mixed Patrick Franziska/Petrissa Solja arbeiten weiter an der Olympia-Qualifikation. Die WM-Dritten Franziska/Solja spielen an diesem Dienstagmorgen gegen die beiden topgesetzten Slowaken Lubomir Pistej und Barbora Balazova bereits um den Einzug ins Endspiel. Rekord-Europameister Boll zog am Montag durch einen 4:0-Satz-Sieg gegen den Portugiesen Marcos Freitas immerhin ins Viertelfinale des Einzel-Wettbewerbs ein. Dort wartet an diesem Dienstag der frühere Weltranglisten-Erste Wladimir Samsonow auf ihn, der mit 43 Jahren immer noch zur erweiterten Weltspitze gehört. Für Titelverteidiger Dimitrij Ovtcharov sind die Europaspiele dagegen zumindest im Einzel schon vorbei. Der Weltranglisten-Zwölfte verlor am Abend im Achtelfinale in 0:4 Sätzen gegen den Dänen Jonathan Groth.

Deutschland bleibt bei drei Bronzemedaillen

Während man im Mixed die European Games gewinnen muss, um Olympia in Tokio zu erreichen, haben Boll und Ovtcharov in Minsk gleich zwei Möglichkeiten, sich für 2020 zu qualifizieren. Denn falls die Deutschen bei den Europaspielen den Mannschafts-Wettbewerb gewinnen sollten, dürfte der Deutsche Tischtennis-Bund automatisch auch zwei Teammitglieder für das olympische Einzel nominieren. Die Mannschaft wäre in diesem Fall ohnehin für Olympia qualifiziert.

Das Gleiche gilt bei den Frauen. Dort gewannen Petrissa Solja am Montag gegen Europameisterin Li Qian aus Polen (4:3) und Han Ying gegen die an Nummer zwei gesetzte Sofia Polcanova aus Österreich (4:0). Beide stehen dadurch im Einzel im Viertelfinale, können die Olympia-Qualifikation aber auch über den Mannschaftswettbewerb schaffen.

Das deutsche Team bei den Europaspielen schloss damit den dritten Wettkampftag ohne Medaille ab und bleibt bei dreimal Bronze – im Bogenschießen, Judo und bei den Sportschützen.

Von den deutschen Athleten in Minsk kommen vier aus Südbaden: Ringerin Nadine Weinauge aus Furtwangen, Radrennfahrer Nico Denz aus Albbruck, der im Straßenrennen mit 54 Sekunden Rückstand auf Siegerin Davide Ballerini 54. wurde, Leichtathlet Christoph Kessler aus Donaueschingen und Ringer Florian Neumaier aus Mühlenbach. Für einen südbadischen Klub startet der Freistil-Ringer Nick Matuhin (TuS Adelhausen).