"Für einige Ultras ist die Polizei Feindbild Nummer eins"

Dominik Bloedner

Von Dominik Bloedner

Mo, 13. Mai 2013

Fussball

BZ-Interview mit Christoph Ruf, der zu den Themen Ultras, Rechtsradikalismus und Fankultur im Fußball recherchiert hat .

FREIBURG. Die Stimmung in deutschen Fußballstadien hat sich gewandelt, vielerorts dominieren Ultra-Gruppierungen – zum Verdruss der älteren Fans. Die Szene ist vielfältig, sie eint zwar der Kampf gegen Kommerzialisierung, doch sie unterscheidet sich von der politischen Einstellung bis zu den Vorstellungen in Sachen Pyrotechnik. Dominik Bloedner hat sich mit Christoph Ruf unterhalten, der zu dem Thema am Dienstag einen Vortrag in Freiburg hält.

BZ: Was unterscheidet den Ultra vom Hooligan und "normalen" Fußballfans?
Ruf: Hooligans mögen zwar auch Fans ihres Vereins sein, gehen aber nur zum Fußball, um sich zu prügeln. Wenn die Gastmannschaft keine eigenen Hooligans mitbringt, bleiben sie oft fern. Ein Ultra geht zu jedem Spiel wegen des Spiels – was aber nicht ausschließt, dass es manchmal zu Gewalttätigkeiten kommt. Im Gegensatz zum Fan nimmt der Ultra für sich in Anspruch, den Verein auch außerhalb der Spiele bedingungslos zu unterstützen.
BZ: Woher kommt die Ultrakultur?
Ruf: Sie entstand in den 70er, 80er Jahren in Italien. Ursprünglich wurde linker, politischer Protest in Stadien getragen. Auf den Bannern standen Parolen gegen soziale Missstände, nicht das Vereinswappen. Aus Italien stammt auch das Ideal, dass 90 Minuten ununterbrochen Lärm aus der Kurve kommen muss ...

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