Viele Tore und eine Premiere

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Di, 08. Oktober 2019

Kreisliga Hochrhein

FUSSBALL-KREISLIGA A:FC Wehr triumphiert im Gipfeltreffen mit 5:0 / SG Mettingen/Krenkingen lässt erstmals Punkte liegen.

LÖRRACH. Es ist geschehen: Am achten. Spieltag der Kreisliga A Ost ging die SG Mettingen/Krenkingen erstmals in dieser Saison nicht als Sieger vom Platz. Der SV Albbruck nutzte derweil die Patzer der Konkurrenz und hat sich in der Tabelle weiter nach oben geschoben.

"Es war klar, dass es irgendwann passiert", sagt Georg Isele, Trainer der SG Mettingen/Krenkingen gleich zu Beginn seiner Nachbetrachtung. Dass die SG ohne Punktverlust durch die Spielzeit marschiert, hatte auch kaum jemand vermuten können, darauf, dass die SG ihre ersten Zähler diesmal aber nach einer dreimaligen Führung abgibt, hätte wohl ebenso kaum ein Experte gewettet. "Geißlingen hat Ambitionen, deshalb geht das Ergebnis in Ordnung. Mit dem Punkt können wir leben", so Isele nach dem 3:3. Was ihn ärgert: "Dass wir dreimal in Führung gegangen sind und diesen Vorsprung dreimal durch viele richtig dumme individuelle Fehler hergeschenkt haben."

Albbruck-Coach Rainer Jehle: "Sind in guter Verfassung"

Hinzukommt, "dass wir es nach jeder Führung verpasst haben, das zweite Tor nachzulegen. Die Möglichkeiten waren da", beschreibt Isele die Ursachen für das Remis bei seinem Ex-Club. Einen Vorwurf möchte er seiner Elf nicht machen: "Wir haben gegen einen erfahrenen und eingespielten Gegner gespielt, der die Ambitionen hat, in die Bezirksliga aufsteigen zu wollen. Für uns spricht, dass diese Mannschaft sich in einem Heimspiel dazu entschieden hat, gegen uns tief zu stehen und ausschließlich über Konter den Weg zum Tor zu suchen."

Eine Taktik, von der sich das junge SG-Team nach Meinung ihres Trainers eine Scheibe abschneiden hätte sollen: "Wenn du dreimal führst, musst du tiefer stehen und das Ding über die Zeit bringen." Doch es sei okay, befand Isele, denn "so habe ich endlich wieder ein Spiel, das ich richtig analysieren kann".

Frust ist sicherlich auch nicht beim SV Albbruck angesagt. Der Zielvorgabe ihres Trainers Rainer Jehle kommen die Spieler momentan voll nach. "Platz fünf bis acht wäre sicherlich ein schönes Resultat und da liegen wir ja momentan im Soll", sagt Jehle schmunzelnd. Der SVA steht nach dem 3:2-Sieg gegen die Landesliga-Reserve des SV 08 Laufenburg mit zwölf Punkten auf einem guten siebten Rang. Für Jehle ein "verdienter Sieg", in einem Spiel, "in dem wir den Sack früher hätten zumachen sollen". Das Selbstvertrauen der Albbrucker ist gestärkt, "wir spielen momentan guten Fußball und es ist nicht leicht gegen uns zu gewinnen", sagt Jehle, der vorausblickt: "Wir sind in einer guten Verfassung. In den nächsten Spielen geht es gegen Teams, die auf Augenhöhe sind und gegen die wir – je nach Tagesform – auch gewinnen können."

Wenn es gegen den FC Wehr geht, zeigen sich in der West-Staffel der A-Klasse nur die wenigsten Teams auf Augenhöhe. Gegen den bis dato ärgsten Verfolger TuS Kleines Wiesental gewann der Bezirksliga-Absteiger gleich mit 5:0-Toren, es war der sechste Sieg in Folge. Trainer Uwe Kraehling ist mit der Punkteausbeute entsprechend zufrieden, "wenn auch Kleinigkeiten weiter verbessert werden müssen". Eines weiß man beim FCW einzuschätzen: "Die Saison ist lang. Daher ist es wichtig, dass wir mit den Füßen auf dem Boden bleiben."

Der Schlüssel zum Sieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten war für Kraehling die Arbeit gegen den Ball, "denn der Gegner kam zu keinem einzigen Torschuss". Und dass die Wehrer drei Jokertore erzielten, ist für ihn ein Pfund seiner Mannschaft: "Die Breite unseres Kaders ist fantastisch. Die Wechsel haben es uns hintenraus einfacher gemacht." Nun wollen die noch unbesiegten Wehrer ihren Lauf nutzen und ausbauen, um den Vorsprung auf die Verfolger weiter zu vergrößern, "solange das noch geht", so Kraehling.

Weiter auf seinen ersten Saisonsieg wartet in der Ost-Staffel derweil der FC Grießen. Nach der 0:3-Niederlage beim SV Nöggenschwiel legte Markus Althoff, der den Aufsteiger erst im Sommer übernommen hatte, sein Traineramt nieder. Einen Nachfolger hat das Schlusslicht noch nicht benannt.