Kreisliga A, Offenburg

Umberto Vulcano, FV Rammersweier: "Wir müssen giftig bleiben"

Benedikt Hecht

Von Benedikt Hecht

So, 13. Oktober 2019 um 22:20 Uhr

Kreisliga Ortenau

Unglücklich war der Abstieg des FV Rammersweier im vergangenen Sommer. Gerade einmal zwei Tore gaben den Ausschlag, dass der FVR in die Kreisliga A runtergehen muss. Nun läuft das Projekt Wiederaufstieg.

Mit acht Siegen und zwei Remis steht der FVR an der Tabellenspitze. Nach dem deutlichen 7:1-Derbyerfolg über den FV Zell-Weierbach unterhielt sich Benedikt Hecht mit FVR-Coach Umbero Vulcano.

BZ: Nach so einem deutlichen Derbysieg können Sie vermutlich als Trainer kaum etwas bemängeln?
Vulcano: Definitiv nicht. Gerade in einem Derby weiß man im Vorfeld ja nie, was auf einen zukommt. Im Nachhinein muss ich sagen: Ich war von der ersten bis zur letzten Minute mit dem Gezeigten vollauf zufrieden. Die Leistung und auch die Einstellung der Mannschaft waren so, wie ich sie in einem Derby erwarte und wie man so etwas angehen muss.

BZ: Wie bewerten Sie das Spiel?
Vulcano: Das Ergebnis spricht für sich. Von der ersten Minute an dominierten wir und es sah zu keinem Zeitpunkt so aus, dass etwas anbrennen könnte. Schlussendlich war es ein hochverdienter Sieg für uns.

BZ: Im Sommer sind Sie unglücklich auf Grund des Torverhältnisses als Viertletzter abgestiegen. Gehören Sie damit automatisch zu den Favoriten?
Vulcano: Aktuell ist es ein Dreikampf: Da sind der SV Fautenbach, der SV Linx II und wir. Von vornherein war uns klar, dass Linx die Topmannschaft der Liga sein würde, derzeit liegen sie ja nur hinter uns, weil sie ein Spiel weniger haben. Verstecken wollen wir uns aber auf keinen Fall, sondern oben dabei bleiben. Unser Vorteil ist, dass es uns gelungen ist, die Mannschaft nach dem Abstieg zusammen zu halten. Mit der Qualität, die in der Mannschaft steckt, müssen wir auch diesen Anspruch haben, ganz oben mitspielen zu können.

BZ: Wo sehen Sie den Verein langfristig?
Vulcano: Wir waren lange in der Bezirksliga und diesen Anspruch haben wir auch für die Zukunft. Die Landesliga wäre eine Nummer zu groß für uns.


BZ: Worin sehen Sie derzeit das Erfolgsgeheimnis? Ist es die stabile Defensive?
Vulcano: Darauf würde ich es ungern beschränken. In meinen Augen ist es die Mentalität der Mannschaft. Man spürt, dass jeder einzelne Spieler im Kader dieses Gewinnenwollen in sich hat. So wird von der ersten Minute gegen den Ball gearbeitet, dem Gegner das Leben schwer gemacht.

BZ: Was muss besser werden?
Vulcano: Wir müssen hoffen, dass sich nichts verändert, dass wir weiterhin keine Verletzten haben und die Mannschaft weiterhin so giftig bleibt. Sobald das Denken einsetzt, die Liga wäre ein Selbstläufer, werden wir Probleme bekommen. Das funktioniert aber nur durch gesunden Konkurrenzkampf. Zum Glück habe ich derzeit die Qual der Wahl, wen ich einsetzen soll.

BZ: Was zeichnet den Club aus?
Vulcano: Die Gemeinschaft und das Miteinander. Dass hier alle zusammenstehen und die Dinge gemeinsam gelöst werden. Jeder, ob Funktionär, Helfer oder Spieler, ist wichtig.

FV Rammersweier – FV Zell-Weierbach 7:1 (3:0). Tore: 1:0 Paris (4.), 2:0 Frädrich (14.), 3:0 Paris (45.), Felka (49.), Steinhart 5:0 (59.), R. Vulcano (61.), 6:1 Herb (71.), 7:1 Anzaldi (73.).