"Wir sind ja nicht aus Zucker"

Jürgen Ruoff

Von Jürgen Ruoff

Fr, 15. März 2019

Landesliga Staffel 3

Der Winter ist zurück, davon lassen sich die erfolgreich gestarteten Landesligisten FC Löffingen und FC Neustadt nicht erschrecken.

FUSSBALL-LANDESLIGA. Das Weiß ist zurück, der Winter zuckt noch einmal, aus der Ruhe bringen lassen sich die Fußballer aber nicht mehr. "Auf dem Platz war ein bisschen Schnee, wir haben aber darauf trainiert, wir sind ja nicht aus Zucker", sagt Uli Bärmann, der Trainer des FC Löffingen. Auch Florian Heitzmann, der Coach des FC Neustadt, bat die Seinen am Dienstag zum Training auf dem Platz und hatte das auch gestern Abend vor.

FC Löffingen – SpVgg F. A. L. (Sonntag, 15 Uhr). Im ersten Training nach dem formidablen Auftritt bei der DJK Donaueschingen – die Löffinger Fußballer egalisierten einen 0:2-Rückstand – lobte Trainer Bärmann noch einmal den kompletten Kader und lieferte seine Sicht der Dinge gleich mit: "Weil sich einige Spieler von uns lange warmgemacht haben und dennoch nicht zum Einsatz kamen." Gefallen hat dem Coach die Reaktion seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit, als sie den Tabellenführer mit Offensivfußball in die Bredouille brachte. Da der zweite Gegentreffer zum 0:2 gleich nach der Pause fiel, musste Bärmann früher als gewollt das Zeichen zur Attacke geben. Erfolgreich war die Aufholjagd dennoch – allein das zählt.

Außenverteidiger Maximilian Benz wurde nach der Roten Karte für ein Spiel gesperrt. Da auch Johannes Kaufmann am Wochenende nicht zur Verfügung steht, muss Bärmann die Außenpositionen in der Löffinger Viererkette für das Spiel gegen F. A. L. neu besetzen. Marco Kopp, Adolf Scherer und David Baumann kommen dafür in Frage. "Der kann auch defensiv", entgegnet der Löffinger Übungsleiter auf die Bemerkung, dass Scherer doch ein offensiver Spieler sei. Bärmann erwartet im Heimspiel am Sonntag gegen F. A. L. "eine Begegnung auf ähnlichem Niveau, das wird sehr interessant".

Die Löffinger Spieler haben bei ihrem Kraftakt in Allmendshofen nachgewiesen, dass sie konditionell und kräftemäßig in einer sehr guten Verfassung sind. "Die Bodensee-Mannschaften haben in der Wintervorbereitung schon Vorteile, aber es ist ja Sache des Trainers, sein Team aus dem Schwarzwald ebenfalls fit zu machen", sagt Bärmann. Das ist ihm gelungen.

Er geht davon aus, dass der Tabellenachte F. A. L. im Löffinger Haslachpark sich nicht verstecken, sondern mitspielen will und deshalb gehe es erst einmal darum, "möglichst wenig Fehler zu machen, nach Ballverlusten schnell wieder hinter den Ball zu kommen und die Zweikämpfe anzunehmen". Denn ein Rückstand würde dem Gegner in die Karten spielen: F. A. L. könnte sich zurückziehen, aus einer stabilen Abwehr kontern und vorne in der Spitze hat das Team in Mark Burgenmeister einen Stürmer mit passabler Treffsicherheit.

FC Furtwangen – FC Neustadt (Samstag, 15 Uhr). "Die Mannschaft zieht voll mit und hängt sich rein", berichtet Neustadts Trainer Florian Heitzmann, am ersten Landesliga-Spieltag wurden die Blauen für ihr Engagement mit einem Heimsieg belohnt. "Die Stimmung ist prächtig", sagt Heitzmann, "das war sie in der Vorbereitung aber auch schon". Sam Samma hat für seinen Ellbogencheck, der als Tätlichkeit bewertet wurde, vier Wochen Sperre aufgebrummt bekommen. Wer für ihn in die Sturmspitze rückt, will Heitzmann nicht verraten. Thomas Fischer, zuletzt verletzt, kommt dafür in Frage, ebenso wie Hermann Takuete, der im ersten Spiel seine Lernfähigkeit demonstrierte. "Da er zuvor im Urlaub war, haben wir ihm in der Pause noch einmal gesagt, wie wir uns die Arbeit gegen den Ball vorstellen und das hat er sehr gut umgesetzt", sagt Heitzmann. Takuete ist überdies das Siegtor gelungen.

Personell tut sich beim FC Neustadt Überraschendes. Es könnte sein, dass Peter Schubnell im Kader für das Spiel in Furtwangen steht. Schubnell lebt seit einiger Zeit in der Region München und hat angeboten, punktuell in der Frühjahrsrunde auszuhelfen. Tobias Gutscher ist nach Problemen mit einem Zahn ebenso zurück im Mannschaftstraining wie der am Oberschenkel verletzte Johannes Ketterer. "Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe gegen einen unangenehmen Gegner. Deshalb ist es wichtig, dass wir ans Limit gehen, denn der FC Furtwangen, der läuferisch sehr stark ist, wird das auch tun", sagt Neustadts Trainer Florian Heitzmann.