Fair gilt auch in der Region

Aribert Rüssel

Von Aribert Rüssel

Fr, 24. Januar 2020

Teningen

Teningen ist 127. Fair-Trade-Gemeinde in Baden-Württemberg / Im März Bildungswoche in der Schule.

TENINGEN. Insgesamt gibt es Bundesweit 667 Fairtrade-Städte und -Gemeinden und Teningen ist nun beurkundet die 127. in Baden-Württemberg. In der Theodor-Frank-Realschule überreichte Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker offiziell die Urkunde.

Damit wird bestätigt, dass Teningen alle Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne erfüllt hat. In der Urkunde heißt es: Durch ihr Engagement für den fairen Handel vor Ort setzt die Gemeinde Teningen ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von benachteiligten Produzentengruppen im globalen Süden.

Damit verpflichtet sich Teningen, den fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern und weitere Partner vor Ort für eine fairen Handel zu gewinnen. Wie Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker betonte, wolle die Gemeinde dabei die Bürger sensibilisieren sofern möglich Erzeugnisse aus fairer Produktion und Handel, aber auch regionale Produkte zu real-fairen Preisen zu erwerben. Hagenacker sagte, es sei für den Verbraucher, der sich entschlossen habe der Ausbeutung etwas entgegen zu setzen, wichtig, solch faire Erzeugnisse schnell am Siegel identifizieren zu können. Sein Dank galt der Steuerungsgruppe unter der Leitung von Ankica Barthel, die das Thema auf kommunaler Ebene vor Ort vernetzen, begleiten und kontrollieren wird. In Kooperation mit der Schule soll eine Bildungswoche zu diesem Thema vom 23. bis 29. März veranstaltet werden.

Manfred Holz sagte, es brauche Zeit, bis die Konsumenten das Gütesiegel nicht nur als ein gelegentliches Beruhigungsmittel für das eigene Gewissen nehmen. Aus der Vision müsse eine Aktion werden, denn sonst bleibe die Vision eine Illusion. Es sei schon interessant, dass viele Kaffeetrinker eine teure Kaffeemaschine besäßen, aber billigen Kaffee kauften. Fair sei es, nicht billig einzukaufen, wofür andere teuer mit niedrigem Lohn und ihrer Gesundheit bezahlten: "Sorgen Sie dafür, dass diejenigen, die uns täglich den Tisch decken, auch selbst satt werden." Das gelte auch für Landwirte, Winzer, Fischer, Metzger und Bäcker, die nachhaltig bio-fair-regional und saisonal produzieren, denn Kaufen sei auch eine moralische und ethische Entscheidung. – Mit mehreren Liedern umrahmte der Popchor der Theodor-Frank-Realschule unter der Leitung von Roland Kury die kleine Feier.