DFB

Fall Özil steht spiegelbildlich für den Wandel in Deutschland

dpa

Von dpa

Mi, 11. Juli 2018 um 14:35 Uhr

Fußball-WM

Der Fall Özil wird zum Politikum. Der Diskurs verschiebt sich nach rechts. Ausgrenzung statt Integration? Die Türkische Gemeinde ist besorgt.

Es ist der 2. Dezember 2004, als Reinhard Grindel im Deutschen Bundestag sein Urteil fällt. "Multikulti ist in Wahrheit Kuddelmuddel", sagt der CDU-Politiker, heute Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). "Es ist eine Lebenslüge, weil Multikulti in vielen Vierteln eben nur Monokultur geschaffen hat, wo Anreize zur Integration fehlen." Es gebe zu viele islamisierte Räume "in unseren Städten und Verhaltensweisen von Ausländern, die zu Unfreiheit führen". Im Prinzip bleibt er sich nun seiner damaligen Linie treu.

Integration ohne Wenn und Aber. Und Mesut Özil, 2014 noch gefeierter Weltmeister, von Kanzlerin Angela Merkel persönlich gewürdigt, wird nun zum in Deutschland geborenen Türken, der als Sündenbock für das WM-Vorrunden-Aus herhalten muss. Seine Körpersprache wird kritisiert – vor allem aber sein Schweigen zu den fatalen Fotos vom Treffen mit dem umstrittenen türkischen ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 5 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ