Kreisliga Hochrhein

FC Huttingen auf Kurs, FC Hausen muss offensiv nachbessern

Luis Friedrich, Lukas Karrer, Matthias Konzok

Von Luis Friedrich, Lukas Karrer & Matthias Konzok

Mo, 02. Dezember 2019 um 19:44 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Die Rechnung ist eigentlich simpel: Im Fußball gewinnt, wer die meisten Tore erzielt. Dennoch musste sich der FC Huttingen in der Kreisliga A West gegen den FC Hausen mit einem Punkt begnügen.

Ein 1:1-Remis – und das ohne eigenen Treffer. Das ist dem FC Hausen beim FC Huttingen gelungen. Ein Eigentor brachte die Gäste in Führung, der Huttinger Spielertrainer Guido Perrone glich vor dem Wechsel aus. In der ersten Hälfte sei Hausen besser im Spiel gewesen, so Perrone, nach der Pause "haben wir unsere Leistung abrufen können". Doch die Gastgeber verpassten mehrfach die Führung. Insgesamt "war es ein gutes Spiel, aber uns hat der letzte Siegeswille gefehlt", konstatierte Perrone.

Für Hausens Coach Atilla Ürgen ging das Remis "in Ordnung". Doch glücklich schien er mit der dritten Punkteteilung in Folge nicht. Schuld daran ist ein altes Problem des FCH: "Uns fehlt einfach die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor", erklärte Co-Trainer Patrick Lenz. Nachdem man in der Hinrunde die Defensive stabilisieren konnte, liegt der Fokus nun auf der Offensive. "Für die Rückrunde müssen wir das Angriffsspiel im letzten Drittel trainieren", so Ürgen, der mit Hausen am Samstag noch zur Nachholpartie bei den SF Schliengen antreten muss.

Beim Tabellensiebten Huttingen fällt das Zwischenfazit mit 24 Zählern auf dem Konto positiv aus. Zunächst solle die 30-Punkte-Marke geknackt werden, so Perrone, um sich dann im Optimalfall "unter den ersten Fünf etablieren zu können". Ein weiterer Schritt dorthin wäre ein Punktgewinn im Nachholspiel am Samstag beim FC Hauingen.

"Diverse Differenzen": Viteritti hört im Sommer in Weil auf

Doch will der Tabellendritte gegen Huttingen "drei Punkte und den Schwung mitnehmen", wie Hauingens Sportchef Patrick Maier-Blanc nach dem zweiten Sieg in Folge (3:2 gegen SV Weil II) erklärte. Trotz knappem Ergebnis war Maier-Blanc nach einem "verdienten Sieg" zufrieden, "wir haben uns reingekämpft und wenig zugelassen". Die Gäste kamen zunächst besser in die Partie, agierten aber nicht zwingend genug. Der Weiler Coach Franco Viteritti, der aufgrund verschiedener Differenzen sein Traineramt nach der Saison abgeben wird, sah dafür vielerlei Gründe. "Wir sind mit einer Truppe hingefahren, bei der wir nicht wussten, was herauskommt", so Viteritti angesichts personeller Probleme. Die Verletzungssorgen zogen sich von der ersten bis in die dritte Mannschaft.

Außerdem scheint es ein Einstellungsproblem zu geben: "Es kommt keine Regelmäßigkeit zustande. Der Trainingsbesuch lässt auch oft zu wünschen übrig." Ein negativer Effekt: In der Hinrunde ließ Weil (8.) gegen direkte Konkurrenten oftmals Punkte liegen. In der Rückrunde solle sich das Team wieder auf die Stärken der Vorbereitung besinnen. "Landen wir zwischen Platz vier und sechs, wären wir zufrieden", so Viteritti.