Kreisliga

Fehlentscheide ärgern SV Albbruck – BW Murg ist Herbstmeister

Jürg Schmidt

Von Jürg Schmidt

Mo, 22. November 2021 um 20:37 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Der SV Albbruck hat einen Sieg im Abstiegskampf verpasst. Der Coach hadert mit mehreren Faktoren. Der FC Bad Säckingen lässt den unschuldigen FC Geißlingen für die letzte Pleite büßen.

Der SV Albbruck verpasste in der Kreisliga A Ost die große Gelegenheit, das Polster auf die Abstiegszone auf neun Zähler zu verstärken. Im Duell beim direkten Tabellennachbarn SC Lauchringen musste sich der SVA mit einem 1:1 begnügen. "Von den Chancen her hätten wir das Spiel gewinnen müssen", fand Albbruck-Trainer Thomas Duffner. Er erinnerte an einen Schuss von Daniel Grischov, den der Lauchringer Keeper Christoph Strittmatter gerade noch an die Latte lenken konnte, ehe der eingewechselte Max Fiedler im Nachschuss vergab. Es war aber nicht alleine die Chancenverwertung seiner Elf, die Duffner die Stimmung verhagelte. "Mich ärgern vor allem zwei Fehlentscheidungen des Schiedsrichters", sagte der Coach. In der 58. Minute hätte Referee David Silfang (Rheinfelden) den Gastgebern zu Unrecht einen Strafstoß zugesprochen, den Murat Aydogan indes nicht nutzen konnte.

Nachdem Albbruck durch Andreas Straub in Führung gegangen war, egalisierte Albano Lettieri für die Heimelf – allerdings, so Duffners Wahrnehmung, aus einer klaren Abseitsstellung heraus. "Immerhin haben wir einen Punkt geholt und damit den direkten Vergleich nicht verloren", versuchte sich Duffner zu trösten. "Wir sind nun seit drei Spielen ungeschlagen und wollen diese Serie fortsetzen." Der nächste Gegner: FC Bad Säckingen.

FC Bad Säckingen zeigt Reaktion auf Auswärtspleite

Selbiger landete gegen Geißlingen einen überzeugenden 5:0-Heimerfolg. "Eine unserer besten Saisonleistungen", freute sich Trainer Clemens Bauer. "Die 2:6-Niederlage in Nöggenschwiel war lehrreich. Das 5:0 war ein Unterschied wie Tag und Nacht, was den Einsatz, die Einstellung angeht. Geißlingen musste ordentlich dafür leiden, dass ich der Mannschaft den Kopf gewaschen habe." Fünf verschiedene Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein. "Ich bin stolz auf die Leistung von Philip Kürz aus unserer A-Jugendmannschaft, der im Verein auch als Jugendsprecher fungiert", lobte Bauer den Youngster im Team. "Großartig waren auch Nico Erhardt, Dylan Walter und Daniele Billeci im Zentrum – die haben mit Geißlingen Katz und Maus gespielt."

BW Murg durch Platzverweis angespornt

Spitzenreiter BW Murg erlitt beim FC Grießen eine 0:1-Niederlage. Die Gastgeber erzielten bereits in der sechsten Minute das Tor des Tages. Von der 41. Minute an musste Murg in Unterzahl spielen, denn Cihangir Uyar sah nach einem Foulspiel die Rote Karte. Für Gästetrainer Giuseppe Stabile eine viel zu harte Entscheidung: "Er kam zu spät, das Foul war sicher gelbwürdig." Sein Eindruck war, dass die Reaktionen von Publikum und FC-Trainerteam den Schiedsrichter beeinflusst hätten.

Was Stabile als Anlass für eine generelle Kritik nahm: "Wir fühlen uns oft benachteiligt. Wir bekommen auf die Knochen, foulen viel seltener und sehen zu schnell Gelbe und Rote Karten. Das Verhältnis passt einfach nicht." Der Platzverweis hätte seine Elf aber "positiv wütend" gemacht und neue Energie entfacht. Vor dem Tor fehlte den dezimierten Murgern indes oft die Konzentration. "Die Niederlage muss man akzeptieren", so Stabile. "Das Schöne ist: Nach der Serie ist vor der Serie. Und trotz der Niederlage sind wir vorzeitig Herbstmeister."

Laufenburgs Reservecoach nimmt Niederlage auf seine Kappe

Denn auch der SV 08 Laufenburg II erlitt eine Niederlage: Beim SV Rheintal unterlag der Verfolger mit 2:3 und rutschte auf Rang drei ab. Entscheidend war wohl die Auswechslung von Gabriel Dittmar während einer 2:0-Führung. "Da hat uns der Leitwolf gefehlt", so Trainer Alaa Eldin Atalla. Nichtsdestotrotz hatten die beiden Torschützen Tobias Lerch und Benedikt Schnell das 3:0 auf dem Fuß, ehe Rheintal innerhalb von sieben Minuten egalisieren konnte. "Mein Fehler war, dass ich danach offensiv gewechselt habe", nahm Atalla die Niederlage auf seine Kappe. Nachdem Christoph Mathis den Siegtreffer liegengelassen hatte, erzielte Rheintal in der Nachspielzeit das 3:2. "Letzte Woche haben wir uns gegen Stühlingen das Glück erarbeitet, diesmal war es Rheintal", zeigte sich Atalla gelassen.