Ferienwärme mit Infrarot

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 02. August 2022

Seelbach

Sandra Boser informiert sich über Baumhäuser in Seelbach.

(BZ). Über die Infrarot-Wärmetechnik in den neuen zehn Baumhäusern der Ferienanlage Schwarzwälder Hof hat sich die Grüne-Landtagsabgeordnete und Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Sandra Boser, bei einem Rundgang informiert. "Der Vorteil ist, dass sie keine Rohre brauchen, denn eine Infrarot-Heizung wird direkt mit Strom betrieben. Über Sensoren an den Fenstern wird die Raumtemperatur überwacht. Geht ein Fenster auf, wird die Temperatur automatisch heruntergedreht. Über Thermostate in den Zimmern kann man die Heizung genau regulieren", erläuterte Karl-Heinz Schmidt von der Wärmetechnik-Firma Espro die in den Gebäuden eingebaute Technik laut Pressebericht des Büros Boser.

Feriendorf-Geschäftsführer Marco Schäfer ergänzte: "Dank Bewegungsmeldern in den Häusern und den Sensoren an den Fenstern wird die Heizung sofort runtergedreht, falls ein Haus unbewohnt ist oder ein Fenster offensteht. So haben wir keine großen Wärmeverluste und haben die Kosten im Griff. Durch die Photovoltaikanlage (PV) mit Batteriespeicher liegen wir derzeit bei bis zu 70 Prozent Selbstversorgung beim Strom."

Unabhängig von fossilen Brennstoffen Wärme zu erzeugen, sei ein wichtiges Thema, so Boser im Pressebericht weiter. Doch bei Alternativen wie Wärmepumpen oder Infrarotheizungen seien ein paar Voraussetzungen wichtig, damit sie nachhaltig seien: "Der notwendige Strom sollte so autark wie möglich erzeugt werden, und es braucht mit den Stromversorgern eine Wärmestromvereinbarung, damit kein teuerer Haushaltsstrom verwendet werden muss, das ist insbesondere bei Infrarotheizungen nicht immer gegeben." Eine Mischung aus PV und Infrarot-Heizung mache für Neubauten Sinn, erklärte Karl-Heinz Schmidt. Zwar brauche Infrarot-Technik 20 bis 30 Prozent mehr Energie als eine Wärmepumpe, dafür sei der Einbau aber um bis zu 20 000 Euro günstiger pro Haus.