Elztalbahn

Feuer im Triebwagen: Lokführer bringt seine Fahrgäste in Sicherheit

Sylvia Sredniawa

Von Sylvia Sredniawa

Do, 13. Mai 2021 um 16:19 Uhr

Waldkirch

Ein Triebwagen der Elztalbahn ist in Brand geraten. Der Lokführer reagierte sofort und brachte seine Passagiere in Sicherheit. Fast 100 Rettungskräfte waren im Einsatz. Verletzt wurde offenbar niemand.

Ein Triebwagen der Elztalbahn geriet am Nachmittag von Christi Himmelfahrt nahe Sexau während der Fahrt in Richtung Waldkirch in Brand. Wie die Feuerwehr berichtete, stoppte der umsichtig handelnde Fahrzeugführer den Zug auf offener Strecke und evakuierte sofort die Passagiere, während er die Leitstelle alarmierte. Dicke Rauchschwaden zogen im weiten Umkreis die Aufmerksamkeit auf sich und lockten auch Schaulustige an. Ein beißender Geruch von heißem Gummi breitete sich aus.

Nahezu komplettes Rotes Kreuz aus dem Elztal alarmiert

Gemäß der Einsatzplanungen für Schienenfahrzeugbrände wurde vorsorglich von einem Massenanfall an Verletzten ausgegangen, so dass neben den Freiwilligen Feuerwehren Waldkirch, Buchholz und Suggental auch nahezu das komplette Rote Kreuz des Elztals alarmiert wurde. Ein Teil der Fahrzeuge rückte über die Wirtschaftswege zwischen den Sonderkulturen zur Bahnlinie vor, weitere Krankenwagen warteten zunächst am Supermarkt in Sexau die Situation ab.

Die Feuerwehr löschte den Brand mit Schaum und kontrollierte das Triebfahrzeug mit Wärmebildkamera und Temperaturmessgeräten, da der Rauch auch durch die Lüftungsanlage gezogen war.

13 Fahrgäste wurde evakuiert

Durch die schnelle Evakuierung der zum Glück nur 13 Fahrgäste kam offenbar niemand zu Schaden. Anfangs waren die Einsatzkräfte von 60 potenziell Verletzten ausgegangen. Beschädigt wurde aber neben dem Triebwagen noch das Einsatzfahrzeug des Bahn-Notfallmanagers, der etwas zu rasant am Unfallort einparken wollte, weshalb das Fahrzeug in den Graben rutschte. Insgesamt waren fast 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und Polizei vor Ort; auch der Kreisbrandmeister machte sich ein Bild von der Lage.

Die Arbeiten zur Bergung des Zuges dauerten noch länger an, so dass die eingleisige Strecke für beide Richtungen gesperrt blieb und Schienenersatzverkehr eingerichtet werden musste. Weshalb der hintere Triebwagen in Brand geriet, werden erst die einsetzenden Ermittlungen zeigen.