Wochenendbilanz

Feuerwehren im Markgräflerland waren häufig im Einsatz

Volker Münch

Von Volker Münch

Di, 07. Juli 2020 um 07:36 Uhr

Müllheim

In Heitersheim brannte ein Auto. In Müllheim musste ein Mann gerettet werden, der in einen leeren Pool gefallen war. In Badenweiler hatte ein Bagger eine Erdgasleitung beschädigt.

Heitersheim: Am Freitagabend gegen 21.15 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Heitersheim, des Polizeireviers Müllheim und des DRK-Rettungsdienstes zu einem PKW-Brand am Heitersheimer Bahndamm alarmiert. Bereits auf der Anfahrt nahm die Feuerwehr nach eigenen Angaben eine rund 30 Meter hohe Rauchsäule wahr. Bei Ankunft der Feuerwehr, die mit zwei Löschfahrzeugen und zwölf Einsatzkräften vor Ort war, stand der Pkw bereits im Vollbrand auch ein Teil des Bahndamms war in Brand geraten. Das Feuer konnte nach kurzer Zeit gelöscht werden. Verletzte gab es keine. Die Brandursache ist unklar.

Müllheim: Vier Einsätze innerhalb von nicht einmal einen Tag beschäftigte die Müllheimer Feuerwehr. Am Freitagabend war die Höhensicherungsgruppe gefordert, die im Dragonerweg einen Mann retten musste. Dieser war gegen 23.19 Uhr in einen leeren Pool im Haus gestürzt, als er ein Fenster hatte schließen wollen. Das Wasser im Pool war wegen Bauarbeiten abgelassen worden, erklärte der Leiter der Höhensicherungsgruppe, Holger Höfflin. Auf dem Weg zum Fenster stürzte der Mann etwa 1,80 Meter tief in das leere Schwimmbecken und verletzte sich. Weil er aus eigener Kraft den Pool nicht mehr verlassen konnte, wurde der Hilfeleistungszug der Müllheimer Feuerwehr mit der Höhensicherungsgruppe alarmiert. Der Verletzte wurde zuerst auf das Spineboard genannte Rettungsbrett gelagert, mit sechs Einsatzkräften in die Höhe gehoben und über den Beckenrand geschoben, wo weitere Feuerwehrleute den Verletzten übernahmen und dem Rettungsdienst übergeben konnten.

Am Samstagmorgen um 7.35 Uhr löste ein Heimrauchmelder in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Bärenfelsstraße aus. Allerdings ohne erkennbaren Grund, wie die Feuerwehr vor Ort feststellte. Kurze Zeit später löste der Rauchmelder wieder aus, die Mannschaft des Löschfahrzeuges nahm den Melder außer Betrieb.

Am Samstagabend musste um 17.29 Uhr ein brennender Mülleimer an der Bushaltestelle vor der evangelischen Stadtkirche gelöscht werden.

Zuvor waren am Samstagmorgen die Müllheimer Kräfte zur Unterstützung der Badenweiler Feuerwehr im Einsatz.

Badenweiler: Eine Leckage an der Erdgasleitung im Reuteweg sorgte für die Gesamtfeuerwehr Badenweiler am Samstagmorgen für einen größeren Einsatz. Bei Baggerarbeiten wurde der Hausanschluss abgerissen, sodass Gas ausgetreten ist. Die Feuerwehr evakuierte das betroffene Wohnhaus und warnte die Nachbarschaft.

Die Leitung schien in den der Baufirma zur Verfügung gestellten Plänen nicht eingezeichnet zu sein, erfuhr Badenweilers Kommandant und Einsatzleiter Andreas Paul. Geistesgegenwärtig hatten die Bauarbeiter die Feuerwehr alarmiert. Entsprechend des Alarmstichwortes wurde auch die Messeinheit zusammen mit dem Zugführer des Gefahrgutzuges der Müllheimer Feuerwehr zur Unterstützung gerufen. Zweck der Baggerarbeiten war, die Außenwand des Wohnhauses zum Abdichten freizulegen. Um eine gefährliche Konzentration des Gases am Gebäude zu vermeiden, wurde mit einem Wasserlüfter das Gas mit Luft zu einer praktisch ungefährlichen Konzentration verwirbelt.

Der zuständige Gasversorger entsandte umgehend einen Mitarbeiter an die Einsatzstelle. Vor Ort unterbrach er die Gasversorgung im Reuteweg. Von Anfang an wurden Gasmessungen im Innern des Gebäudes vorgenommen und auch umgehend die Stromversorgung im Gebäude sicherheitshalber unterbrochen. Damit habe man jede Gefahr einer Explosion unterbunden, berichtete der Einsatzleiter weiter. Vor Ort war auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Andreas Grozinger, der sich über den Einsatzverlauf informierte und der örtlichen Wehr eine gute Arbeit bescheinigte. Der Einsatz dauerte für die Feuerwehr rund zwei Stunden.