Blindgänger gefunden

Fliegerbombe in Nürnberg kontrolliert gesprengt

dpa, bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Mo, 18. Februar 2019 um 23:18 Uhr

Panorama

Die Städte Nürnberg und Fürth hatten nach dem Fund eines Blindgängers vorsorglich den Katastrophenfall ausgerufen. Die Bombe wurde in der mit einer kontrollierten Sprengung entschärft.

Update: "Die Sprengung ist erfolgreich ausgelöst worden", teilt die Stadtverwaltung um 23.07 Uhr auf Twitter mit. Jedoch war "keine Detonation zu hören". Nachdem der Sprengmeister das Objekt erneut untersucht hat steht fest, "dass die Sprengung die Fliegerbombe erfolgreich entschärft hat".

Vor der Sprengung einer Fliegerbombe in Nürnberg arbeiten die Sicherheitskräfte auf Hochtouren. "Wir haben jetzt Vollalarm für alle Einheiten", sagte Feuerwehrsprecher Horst Gillmeier am Montagabend. Mit Ausrufen des Katastrophenfalls würden nun alle Einsatzkräfte zentral gelenkt, erklärte ein Sprecher der Stadt. "Dadurch sollen die Abstimmungen einfacher werden."

Der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg war am Vormittag im Nürnberger Süden gefunden worden und sollte am Abend entschärft werden. Der Sprengmeister hatte aber festgestellt, dass eine Entschärfung der Bombe mit chemischem Langzeitzünder nicht möglich ist.



Die Bombe sei mit Stroh abgedeckt worden, um das Ausbreiten von Splittern zu verhindern, sagte Gillmeier. Darüber gebe es eine Schicht aus Wasserbehältern mit etwa 40 Tonnen Wasser; darüber lagere eine weitere Schicht aus Stroh. Um Druckwellen abzuleiten, werden auch Entlastungsgräben gebuddelt. Die Feuerwehr werde nach der Sprengung umgehend die Gebäude in der Umgebung kontrollieren, sagte er.

8000 Menschen müssen Gefahrenzone verlassen

Insgesamt mussten der Feuerwehr zufolge rund 8000 Menschen das Gebiet einen Kilometer rund um den Fundort im Stadtteil Höfen verlassen – darunter etwa 5000 Anwohner. Die Vorbereitungen für die Sprengung laufen bereits, die laut Stadt bis 23 Uhr erfolgen soll.