USA

Florida bereitet sich auf Hurrikan "Isaias" vor

dpa

Von dpa

Sa, 01. August 2020 um 18:39 Uhr

Panorama

Vergangenes Woche traf der erste Atlantik-Hurrikan dieser Saison die US-Küste in Texas. Nun bereiten sich Teile Floridas auf "Isaias" vor. Auswirkungen könnte der Sturm auch auf die Raumfahrt haben.

Der US-Wetterdienst hat wegen eines heranziehenden Wirbelsturms für die Ostküste Floridas eine Hurrikanwarnung erlassen. Der Hurrikan "Isaias" der niedrigsten Stärke eins soll aus Richtung der Bahamas kommend ab Samstagabend (Ortszeit) nahe an der Ostküste des US-Bundesstaats vorbeiziehen, wie das Nationale Hurrikanzentrum am Freitagabend erklärte. Der Sturm soll der Prognose zufolge nicht direkt auf das US-Festland treffen, an der Küste kann es aber zu Flutwellen, Überschwemmungen und hohen Windgeschwindigkeiten kommen.

"Auch wenn das Auge des Sturms abseits der Küste bleiben wird, wird es natürlich Auswirkungen geben", sagte der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, am Samstag bei einer Pressekonferenz. Florida sei voll und ganz vorbereitet.

Bürger sollen sich mit Wasser und Lebensmitteln eindecken

DeSantis hatte die Bürger in den betroffenen Gebieten bereits am Freitag aufgefordert, sich mit Wasser, Lebensmitteln und nötigen Medikamenten für mindestens sieben Tage einzudecken. Es könne auch zu Stromausfällen kommen, warnte er. DeSantis verhängte für die voraussichtlich betroffenen Bezirke an der Ostküste den Notstand - unter anderem, um den Behörden zur Vorbereitung auf den Sturm größere Befugnisse zu geben. US-Präsident Donald Trump bewilligte die Notstandserklärung, wie das Weiße Haus am Samstag mitteilte.

Der Hurrikan soll der Prognose zufolge bis Samstag noch über Teile der Inselkette der Bahamas ziehen und Windböen von bis zu 120 Stundenkilometern mit sich bringen. Vor der Küste Floridas soll der Sturm dann nach Nordosten abdrehen und sich abschwächen. Am Donnerstag hatte "Isaias" als schwächerer Tropensturm im karibischen US-Außengebiet Puerto Rico für Sachschäden und Stromausfälle gesorgt.

Das Wetter könnte die Raumfahrt beeinflussen

Das Wetter könnte auch die Rückkehr zweier Astronauten von der ISS beeinflussen. Geplant war, dass Robert Behnken und Douglas Hurley am in der Nacht zum Sonntag (MESZ) von der Internationalen Raumstation abdocken und am Sonntag mit einer Kapsel im Meer vor Florida landen. Die beiden waren Ende Mai mit der von SpaceX entwickelten "Crew Dragon" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus gestartet - es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur ISS flogen, und das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden.

Am vergangenen Wochenende hatte der erste Hurrikan des Atlantiks in dieser Saison die US-Küste in Texas getroffen und schwere Regenfälle mit sich gebracht. Texas gehört wie Florida zu den US-Bundesstaaten, die derzeit besonders von der Corona-Pandemie betroffen sind.

US-Meteorologen rechnen für dieses Jahr mit einer überdurchschnittlich aktiven Hurrikan-Saison über dem Atlantik. Von Juni bis Ende November könnte es bis zu zehn Hurrikane geben, davon bis zu sechs sehr starke, hatte der Nationale Wetterdienst Ende Mai erklärt. Im Durchschnitt gibt es pro Jahr über dem Atlantik sechs Hurrikane, drei davon entwickeln sich zu Stürmen großer Stärke.