Forst sorgt für kleinen Gewinn

Thomas Biniossek

Von Thomas Biniossek

Mi, 21. Oktober 2020

St. Peter

Gemeindewald in St. Peter.

. Es stand nicht viel auf der Agenda des Gemeinderates von St. Peter. Entsprechend schnell konnte Bürgermeister Rudolf Schuler am Montag den öffentlichen Teil beenden. Ein Bauantrag wurde durchgewunken, ein kurzer Appell des Bürgermeisters, die neuen Corona-Regeln von Bund und Land zu beherzigen und Masken zu tragen, und ein einstimmiges Votum, die gemeindliche Beteiligung am Energieversorgungsunternehmen Badenova in Höhe von 100 000 Euro nicht zu erhöhen – das war’s.

Doch dann gab es doch noch einen interessanten Punkt, den Ratsherr und Revierförster Markus Bohnert den Räten erläuterte. Es ging um den Gemeindewald und den kleinen Gewinn, den St. Peter daraus 2019 erwirtschaftet hat. Rund 14 650 Euro standen durch die Holzernte und die Pacht zu Buche, dem standen Ausgaben von 8430 Euro gegenüber, sodass dem Haushalt 6220 Euro zugeführt werden konnten. "Das ist für unseren kleinen Waldanteil recht gut", so Schuler.

Allerdings betonte Markus Bohnert, dass im vergangenen Jahr im 18 Hektar großen Gemeindewald nicht nachhaltig gewirtschaftet worden sei. "Das heißt, wir haben mehr Holz aus dem Wald genommen, als nachgewachsen ist", sagte der Förster. Der Borkenkäfer habe massiv dazu beigetragen, dass mit 228 Festmetern Holz deutlich mehr als das jährliche Soll von 167 Festmetern dem Wald entnommen werden musste. "Das wird sicherlich in den folgenden Jahren ausgeglichen werden müssen", stellte der Fachmann auf Schulers Nachfrage fest. Eine Aufforstung hält Bohnert nicht für notwendig, er setzte eher auf Natürlichkeit.