Technologie

Fragen & Antworten: Was Sie über Wasserstoff als Energieträger wissen müssen

Bernward Janzing

Von Bernward Janzing

Do, 08. April 2021 um 15:10 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Wasserstoff als solcher kommt in der Natur nur selten vor. Er muss erst erzeugt werden. Trotzdem sprechen viele von der kommenden Wasserstoffwirtschaft. Wir beantworten die wichtigsten Fragen

Deutschland spricht – mal wieder – vom Wasserstoff. Die Bundesregierung hat parallel zu Bestrebungen der EU eine "Nationale Wasserstoffstrategie" entworfen mit dem Ziel eines "Markthochlaufs". Seither schwärmen Wirtschaftsförderer vom Aufbau einer "Wasserstoff-Clusterstruktur", Unternehmen von "Wasserstoff-Hubs", Forscher von "Zukunftslaboren". Verbände fordern zugleich eine attraktivere Regulierung der Wasserstoffnetze durch die Bundesnetzagentur. Zeit also für eine sachliche Analyse der Wasserstoffwelt, die mit viel Steuergeld aufgebaut werden soll.
Wo kommt der Wasserstoff her?
Wasserstoff als solcher kommt in der Natur nur selten vor. Er ist daher – anders als fossile Energieträger – keine relevante Energiequelle im Sinne einer verfügbaren Primärenergie; wer Wasserstoff in große Stil nutzen will, muss ihn also erst erzeugen. Er ist somit nur ein Energiespeicher, funktionell eher mit Batterie und Pumpspeicher vergleichbar – mit dem Vorteil freilich, dass Wasserstoff transportierbar ist.
Wie wird Wasserstoff erzeugt?
In der Debatte um den (faktisch natürlich farblosen) Wasserstoff hat sich eine Farbenlehre etabliert. Als grüner Wasserstoff wird solcher bezeichnet, der mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Das geschieht durch Aufspaltung des Wassermoleküls (H2O) in die beiden Elemente Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O). Das Verfahren heißt Elektrolyse, die Anlage, in der Wasserstoff gewonnen wird, heißt Elektrolyseur. Nutzt man für die Elektrolyse nicht erneuerbare Energie, sondern Atomstrom, spricht man vom roten Wasserstoff. Grau nennt sich der Wasserstoff, wenn er durch Dampfreformierung aus fossilen Brennstoffen (zumeist Erdgas) gewonnen wird; aus Sicht des Klimaschutzes bringt das aber gar nichts, weil dabei weiterhin unvermindert das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) frei wird. Blau heißt der Wasserstoff, wenn man Erdgas in Wasserstoff und CO2 wandelt, das CO2 aber nicht in die Atmosphäre entlässt, sondern sammelt und ...

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