Fragezeichen hinter neuer UHZ-Struktur

Frank Schoch

Von Frank Schoch

Sa, 27. Juni 2020

Bad Krozingen

BKeV bleibt via Beirat vertreten.

. Auch sechs Wochen nachdem Land, Uniklinik Freiburg (UKF) und Benedikt-Kreutz-Verein (BKeV) in einer Absichtserklärung die Insolvenz des Universitäts-Herzzentrums Freiburg-Bad Krozingen (UHZ) abgewendet hatten, sind kaum Details zur neuen Struktur bekannt.

Die Erleichterung war groß, als Mitte Mai die beteiligten Parteien eine Lösung skizziert hatten, mit der das renommierte Klinikum in die Zukunft geführt werden sollte, ohne dass dabei Einbußen für die 1700 Mitarbeiter zu befürchten wären. Nun geben ein UKF-Sprecher und auch BKeV-Vorsitzender und Bad Krozingens Bürgermeister Volker Kieber auf BZ-Nachfrage bekannt, dass die Verhandlungen, die etwa den Verkauf der UHZ-GmbH-Geschäftsanteile des BKeV an die Uniklinik beinhalten, auf einem guten Weg und die Verträge unterschriftsreif seien. Über detaillierte Inhalte haben die Parteien allerdings Stillschweigen vereinbart.

Bekannt wurde zumindest, dass der Verein über einen neu zu gründenden Beirat weiter am UHZ beteiligt sein soll. Inwieweit? "Näheres wird eine noch zu erarbeitende Geschäftsordnung regeln", so Kieber. Hinsichtlich der Gebäude und der Infrastruktur, die sämtlich der BKeV hält und die er gemäß Absichtserklärung an das Land verkaufen soll, seien die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. So gibt es etwa keine Informationen, was der Verein mit den Erlösen vorhat; etwa inwieweit diese für Darlehenstilgung benötigt werden oder in andere medizinische Einrichtungen fließen können, an denen der BKeV in Bad Krozingen beteiligt ist, beispielsweise die Theresienklinik. Der Verein werde, so Kieber, auch künftig auf soliden Füßen stehen und finanziell in der Lage sein, seine satzungsgemäß festgelegten Aufgaben zu erfüllen, insbesondere auch bei der Unterstützung und Finanzierung seiner weiteren Beteiligungen.

Laut UKF-Sprecher laufen auch die Gespräche mit der Arbeitnehmerseite weiter. Dabei gehe es um den Betriebsübergang, die Regelung nach dem Einsatzort der Beschäftigten und die Personalvertretung am Standort Bad Krozingen, die seit einiger Zeit für Diskussionen sorgt.