"Unser Keller platzt aus allen Nähten"

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Di, 18. Oktober 2016

Gottenheim

BZ-INTERVIEW mit Birgit Wenz, die heute ihre Geschäftsidee in der Fernsehsendung "Die Höhle der Löwen" präsentiert.

MARCH. Am Dienstag, 18. Oktober um 20.15 Uhr haben Birgit und Stefan Wenz aus Gottenheim mit ihrem Sohn Larik die Chance, für ihr Backkonzept "Kinderleichte Becherküche" in der VOX - Fernsehshow "Die Höhle der Löwen" einen Investitionszuschuss von 100 000 Euro zu bekommen. Hierfür müssen sie einen von fünf möglichen Investoren aus der Jury

von ihrer Idee überzeugen. Mario Schöneberg wollte von Birgit Wenz (36) wissen, wie sie ihre Chancen sieht.

BZ: Wie kam es, dass Sie in der Gründershow "Die Höhle der Löwen" zu sehen sind?

Wenz: Eigentlich hatten wir das überhaupt nicht geplant. Wir sind im Januar durch einen Standnachbar auf der Nürnberger Spielwarenmesse, wo wir unsere Bücher vorgestellt haben, auf die Idee gebracht worden. Er hat gesehen, dass Mitarbeiter der Fernsehproduktionsfirma auf der Messe nach geeigneten Kandidaten für ihre Show suchen und auch den Erstkontakt herstellt. Nach den Gesprächen waren auch wir überzeugt und haben uns daraufhin beworben.

BZ: Wie entwickelte sich die "Kinderleichte Becherküche" bisher?

Wenz: Gleich im ersten Jahr konnten wir Fachgroßhändler und verschiedene Kindergartenausstatter für unser Produkt begeistern. Die Erstauflage von 1000 Stück war schon nach einem halben Jahr ausverkauft, sie wurde schon zweimal neu aufgelegt. Wir haben unsere Palette dann um zwei weitere Bücher, die mit fünf Rezepten und drei farbigen Messbechern etwas kleiner aber auch preisgünstiger sind, ausgeweitet. Wir verlegen derzeit noch selber und versenden von zu Hause aus, unser Keller platzt daher aus allen Nähten. Ich selber möchte mich künftig noch intensiver um das Projekt kümmern und möchte hierfür flexibler sein, daher musste ich meinen Job als Erzieherin aufgeben.

BZ: Was machen Sie mit dem Investment im Erfolgsfall?

Wenz: Wir möchten damit unsere Marketing und Vertriebsaktivitäten ausbauen und die Produktion von größeren Buchauflagen finanzieren. So werden wir in jedem Fall auf der nächsten "Plaza Culinaria" vertreten sein. Sollte es mit dem Deal nicht klappen, spielen wir mit dem Gedanken, das Buchprojekt mit einem Verlag zusammen weiter zu entwickeln oder es an einen Interessenten abzugeben.